Nach der Ruhe kam der Sturm

Gleich nach dem Wochenende in Ptju, wo ich fast nicht gefahren bin, habe ich meine Kondition und mein Durchhaltevermőgen getestet. 416km in zwei Tagen war das Ergebnis!!!

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich erst 200km an einem Tag. Ich hatte nicht geplant dass es an diesem Tag nochmal mehr als 200km werden.

Du trittst in die Pedale und spűrst, wie sich jeder einzelne Muskel anspannt. Doch was du viel mehr wahrnimmst ist der Wind. Du merkst jeden leichten Hauch von Wind, sei es von der Seite, von vorne oder von hinten. Du nutzt jeden noch so kleinen Windstoss aus, um deine Muskeln zu entlasten. Selbst wenn ein Auto oder Laswagen an dir vorbei fährt, freust du dich, da es einen kleinen Windstoss fűr dich gibt. Der Gegendwind wird zu deinem grőssten Feind. Wenn du gegen ihn kämpst bist du halb so schnell und verbrauchst doppelt so viel Energie. Jeder entgegenkommende Laster bringt eine Wand aus Luft und Wind mit sich, dass du aufpassen musst, dass du nicht vom Fahrrad fällst. Mit so viel Gepäck benőtigst du dann wieder extrem viel Kraft, um auf deine normale Geschindigkeit zu kommen. Der Wind ist eine der entscheidenen Faktoren, welche Kilometer du am Tag fahren kannst und wieviel Energie du am Tag verbrauchst.

Mit dem Wind kam auch der Regen, der mich von Tag zu Tag mehr begleitete und mich später noch auf die Probe stellte. Nasse Klamotten, Schuhe und Zelt hatte ich jeden zweiten Tag. 

Und da war er das erste mal - dieser eine Tag.
Der Tag der kein Spass macht, wo alles schief läuft und es dir nicht so gut geht. Es fing mit starken Regen in der Nacht an und ich konnte nicht schlafen. Du stehst in der Frűh auf und alles ist voller Matsch, weil du dummerweisse auf einem Acker, der zuvor noch trocken war, gezeltet hast. Sei es Zelt, Schuhe oder du selbst, alles ist Nass dreckig und kalt. Es regnete in strőmen und ich fuhr in die nächste Ortschaft zu einer Tankstelle um mich unterzustellen. Eine Stunde stand ich da. Dann wurde es weniger und ich setzte mich auf mein Fahrrad und fuhr weiter ins Zentrum der Stadt. Auf einmal schűttete es wie aus Kűbeln. Du denkst dir: Egal, bist soweiso schon komplett nass und fährst weiter. Doch es wurde immer mehr Wasser und allmählich stieg es űber 20cm auf der Strasse. Du merkst, wie alles nur noch an dir herunterfliesst und schwer wird. Du siehst wegen dem hohen Wasserstand nicht mehr wo du hinfährst und tauchst mit dem Schuh bei jedem Tritt druch das Wasser. Ich bin umgekehrt und in eine Bar -  die mich nassen Haufen Elend zum Glűck reingelassen hat - gegangen. Als es 12 Uhr war und es nur noch trőpfelte, stieg ich mit schweren, nassen Schuhen und meinem letzten trockenen Pulli auf mein Fahrrad und radelte den Rest des Tages gegen den Wind der Donau entlang richtung Budapest. Aber was machst du mit all dem nassen Klamotten, Zelt und Schuhen? Du hast bei so einer Tour keine Möglichkeit, es zu trocknen, weil das Wetter nicht viel besser wurde. Ich wollte es aber durchziehen, ohne einer bezahlten Unterkunft bis nach Budapest zu kommen und hatte noch 3 Nächte vor mir. Also entschied ich mich dazu, die Zähne zusammen zu beissen und in einen Wald zu fahren um dort mit meinem Schlafsack, der noch trocken und sauber war, die Nacht zu verbringen. An diesem Tag bin ich zum ersten mal auf dem Donauradweg gefahren. Er war landschaftlich schőn, flach, einfach zu fahren, langweilig und man hat die Donau fast nie gesehen.

Aber dann hat mir dieser eine kleine Wille, die Donau noch einmal kurz sehen zu wollen meinen Tag gerettet:

In den letzten 7 Tagen habe ich also eine wilde und abwechslungsreiche Tour mit Wind, Sturm, Regen und Sonne hinter mich gebracht. An 5 Tagen war Wildcampen angesagt und fűr 2 Nächte hatte ich ein Couchsurferdate. Ich war in den Ländern Croatien, Slovenien, Serbien, Ungarn und nahe der Grenze zu Rumänien. Die meiste Zeit fuhr ich auf kleinen Strassen und 2 Tage auf dem Donauradweg. Die letzen 4 Tage genoss ich noch das Leben in Budapest, wo ich fűr eine Nacht im Hostel und die anderen 2 Nächte bei einem Mädchen, das ich űber Couchsurfing gefunden habe, untergrbracht war.
Ich habe wieder viel zu viel erlebt und zu viele neue Leute kennengelernt um űber alles zu berichten.

 

Von einer Begegnung mőchte ich jedoch noch etwas erzählen:

Als ich den ersten Abend in Budapest im Hostel untergrbracht war, bin ich bei einer Zigarette vor der Tűr mit mehreren Schweden ins Gespräch gekommen. Wir verstanden uns auf anhieb und sie űberedeten mich anschliessend, mit ihnen Party in Budapest zu machen und in ein Club zu gehen. Sie zahlten den kompletten Abend fuer mich, zahlten alle Drinks, Taxis und und und... . Einer war dabei, der űber 300 Euro fűr uns in einer Disco ausgegeben hat. Ich fragte ihn, warum er es macht. Er antwortete nur: "Fűr ihn ist es sehr billig hier in Budapest".

Fűr 300 Euro kőnnte ich derzeit fast 30 Tage lang mit dem Fahrrad reisen (Ich gab nie mehr als 10 Euro am Tag aus).
Als ein Obdachloser an der Disco vorbeilief war mein Gedanke: "Er kőnnte davon wahrscheinlich ein halbes Jahr lang leben"

Mein nächster Gedanke war: "Und wir versoffen innerhalb 3 Stunden 300 Euro".
Am nächsten Tag dachte ich űber meine Tour in Europa nach. Ich fuhr teilweisse durch Dőrfer, wo eine Pferdekutsche noch ein gängiges Transportmittel von einem Bauernhof war und wo die Leute teilweisse in "Bruchbuden" wohnten. Als ich durch grőssere Städte fuhr, sah man ab und zu wieder einen protzigen BMW oder Mercedes.
Ich habe einfach nur den Gedanken, wie extrem unterschiedlich die Leute wohnen und wie jeder seine eigenen Prinzipien und finanziellen Mittel hat. Ich konnte allerdings nicht erkennen, ob jemand mehr oder weniger glűcklich mit seinem Leben war. Ich hatte das Gefűhl, dass jeder mit seinem Leben das er hat, gleich glűcklich war - auf seine eigene Art und Weise.

Genauso wie ich mit meiner Tour unendlich glűcklich und zufrieden bin, auch wenn es nur ein Salami ist, die ich esse, oder einen tollen Ausblick geniessen kann, ich trocken und nicht nass bin,  oder ob mir eine komplette Nacht lang alles was ich wollte bezahlt wurde. 

Jungs aus Schweden

Über Europa

  • Die Tiere: Gesehen habe ich Murmeltiere, Rehe, Fűchse, viele Műcken, freilebende Wachteln
  • Meine Gesundheit: Bestens! Wenn du den ganzen Tag nass bist und es kalt ist, musst du sehr gut aufpassen, dass du nicht krank wirst. Dank meinem perfekten Immunsystem jedoch kein Problem.
    Das einzige Problem was ich habe ist mein Knie. Meine rechte Kniescheibe ist nicht ganz perfekt. Bei jedem Tritt in die Pedale, knackst sie ein bisschen. Ich habe zwar keine Schmerzen, aber es ist etwas lästig. Es hängt wahrscheinlich mit meinem Kreuzbandriss, den ich vor einem Jahr hatte, zusammen. Aber solang es nicht schlimmer wird, ist es kein Problem fűr mich.
  • Mein Sachen: Ich habe mein Besteck, ein T-shirt, Handtuch und ein Linsendeckel fűr meine Kamera verloren. Wenn ich so weiter mache steh ich in Australien mit leeren Taschen da. 
  • Mein Fahrrad: Es hält perfekt! Kein Matsch, Schlagloch oder sonstiges macht Probleme. Ich hatte nur einen Platten Reifen und musste einmal die Bremsbeläge und einen alten Mantel wechseln. Ich bin gespannt, wie es den Flug überlebt.
  • Die Leute: In Ungarn, Serbien, Kroatien und Ősterreich sind die meisten Menschen verschlossen und schauen einen komisch an. Die Minderheit ist aber extrem nett und offen! Ich hatte oft Glűck, dass ich genau diese Leute kennengelernt habe. In Slovenien waren die Menschen űberraschend offen und interessiert.
  • Meine Psyche und Einsamkeit: Ist in bester Verfassung und ich fűhle mich kein bisschen einsam.
  • Meine gesamten Tourdaten: 1760km, 102h Fahrzeit, 12229 Hőhenmeter up
  • Das Essen: Wenn ich Fahrrad fahre gibt es Pasta, Brotzeit und ab und zu ein Dőner. 
  • Onkel Gregors Zelt: Hält jedem Regen stand und ist in bester Verfassung.
  • Was mir aufgefallen ist: In Ungarn, Serbien und Co ist es normal, dass alle 5km ein totes Tier auf der Strasse liegt. Es stőrt wohl niemanden. So entsehen Platte, halbplatte, ganze und zervetze Tierkőrper auf der Strasse. Da jeder Weiss, wie ein totes Tier aussieht, verzichte ich auf eine Bilderpräsentation.


Hier noch ein paar Eindrűcke von meinen letzten 7 Tagen.




Meine Motivation war in diesen Tagen so viele Kilometer zurück zu legen wie ich nur kann, um meinen Körper zu testen.

Als ich dann in Budapest war, wollte ich so viel Spass und Lebensfreude wie es nur geht mit anderen Leuten teilen. Für mich ist Abwechslung sehr wichtig auf meiner Tour, da es mir schnell langweilig wird.


In Budapest konnte ich die letzten 3 Tage bei Fruzsina (20 Jahre, Kontakt über Couchsurfing) verbringen. Sie hatte eine wahnsinns Persönlichkeit und lebt seid ihrer Geburt in Budapest.

Ich hatte mal wiese unendlich viel Glück, so ein tollen Mensch kennenzulernen. Sie zeigte mir die besten - nicht touristischen - Ecken von Budapest, wohnte mitten im Zentrum und ich habe wieder 3 unvergessliche Tage und Nächte hinter mir. An der Tagesordnung stand schwarzfahren in Bus, U-bahn etc. , sich eine Zigarette mit einem Bierchen gönnen, Kochen und bis spät in die Nacht die tollsten Ecken mit den besten Ausblicken über Budapest zu genießen. Von annähernden typischen Touristentagen keine Spur - ich habe bis jetzt also nicht wirklich viel Ahnung über diese Stadt.

Als ich in Szeged in Ungarn bei einem Couchsurferdate eine Nacht verbrachte, habe ich am Abend, als wir auf eine Feier gingen, einen Inder kennengelernt. Wie der Zufall es wollte, war er auch schon auf dem Leh-Manali-Highway unterwegs - allerdings mit dem Auto. Als ich ihm erzählte, dass ich die Pässe mit dem Fahrrad fahren mőchte, musste er anfangs lachen, da er meinte ich wűrde ihn verarschen. Als ich ihm nach 5 Minuten jedoch klar machte, dass es mein Ernst ist, war er fassungslos und erzählte mir diverse Geschichten von dem Highway wie es ist, keine Luft mehr zu bekommen. Er gab mir viele Tipps, doch mir wurde erst ab diesem Zeitpunkt richtig bewusst, was fűr eine gigantische Herausforderung mich in Indien erwarten wird.



Genau jetzt, wo ich diesen Eintrag veröffentliche, sitze ich im Flughafen in Doha - bei einer Außentemperatur von 37 Grad um 21 Uhr! Der Flug von Doha dauerte 6 Stunden. In diesen 6 Stunden fand ich zum ersten mal richtig Zeit auf meiner Reise, wo ich Nachdenken konnte und nichts zu tun hatte - ausser das Essen im Flugzeug zu genießen.

Ich habe gemerkt, wie unbeschreiblich gut es mir mit der Reise geht. In diesem Moment muss ich zugeben, dass ich die letzten 3 Tage in Budapest sogar ein bisschen vermisse und kein Hauch von Heimweh spüre.

Es soll nicht negativ für meine Familie oder Freunde rüberkommen, sondern was ich sagen möchte:

"Ich bin mitten in meiner Traumreise"


Morgen werde ich in Kaschmir in Srinagar landen. Bis jetzt habe ich keinen Plan, was ich mache und wo ich hingehe wenn ich aus dem Flughafen gehe. Mein Gepäck kann ich z.B. niemals alleine tragen und ich habe kein blassen Schimmer vom Wetter und über die Stadt Srinagar.

Das einzige was ich weiß: Ich habe rießen Vorfreude.

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Kommentare: 4
  • #1

    fromut (Donnerstag, 27 August 2015 10:17)

    deine reise ist ja wahnsinnig spannend, aber als grossmutter macht man sich schon sorgen.pass weiter sehr gut auf dich auf. ich bitte wieder einen engel, dich auf allen wegen und umwegen zu begleiten
    grossmutti

  • #2

    mo (Donnerstag, 27 August 2015 19:57)

    basti du hund

  • #3

    Gregor (Donnerstag, 27 August 2015 21:12)

    Schöne Bilder schöne Texte ich freu mich schon aufs Nechste
    .. aua.. nein wirklich ein toller Blog, ich reise im Prinzip mit!
    LG Gregor

  • #4

    Margit Häßlein (Sonntag, 06 September 2015 22:49)

    Wir haben uns nur selten in Ansbach bei Deinen Großeltern gesehen, aber ich habe heute alles über Deine bisherige Reise gelesen und finde es super toll, wie Du das alles geplant hast und nun durchführst! Ich wäre am liebsten als kleine Maus in Deinem Rucksack dabei! Ich wünsche Dir weiterhin viele interessante Gegenden, Länder und vor allem gute und bereichernde Erfahrungen bei Begegnungen mit Menschen in all diesen fremden Ländern! Alles Gute auf Deiner weiteren Tour mit lieben Grüßen und Wünschen von Margit.

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.