Ein Kampf gegen das Himalaya, Staub und Diesel

Das Erste mal, wo ich indisches Flair gespürt habe, war, als ich in Delhi in das Flugzeug von Air-India eingestiegen bin. Bunte Sitzbezüge, indische Musik, anderer Geruch, indisches Personal und indisches Essen. Ich war begeistert! Doch es war nicht das Indien, das mich erwarten wird.
Der Flughafen in Srinager war klein und alt. Ich war schon vor dem Ausgang von vielen Leuten umzingelt. Alle wollten mir ein Hausboot, Hotel, etc. andrehen. Ich hatte jedoch über Wifi in New Delhi ein billiges Guesthous gebucht (4,50 Euro/Nacht).

Jetzt bist du endlich aus dem Flughafen und du, als einziger Ausländer weit und breit, mit Gepaeck, dass du selbst nicht tragen kannst, bist natürlich ein gefundenes Fressen für jeden der dort draußen stand.

"Schön und gut, ist nichts neues für mich und für viele von euch sicher auch nicht. Ich kenne es sogar vom Ballermann, wo dir jeder etwas andrehen möchte."

Am Ende entschied ich mich für ein für Indien überteuertes Taxi für 10 Dollar, dass mich eine halbe stunde lang zum Guesthous fuhr.


Alles was danach geschah, kann ich nicht mehr in Worte fassen. Genau jetzt tauchst du in eine andere, unfassbare, für jeden Europäer harte Welt ab. Du sitzt im Taxi und hast eine halbe Stunde lang durchgehend Gänsehaut. Nichts was du vor deinen Augen siehst, ist normal für dich. Du kannst soviel lesen und recherschieren - wie ich - und trotzdem ist alles um einiges krasser wie deine Vorstellungskraft es zulässt. Die 1,5 MIO Stadt Srinagar lebt nur vom Tourismus - der nicht existiert, außer ein paar reichen Indern, die vom Süden kommen - und ist komplett mit Armut überflutet. Eine Woche später erfuhr ich in Leh, dass selbst Srinagar eine eher ärmere Stadt in Indien ist. Viele Leute leben schlicht und einfach im stinkenden, faulen Dreck. Für mich war es natürlich ein totaler Kulturschock. Aber ich versuchte postitv zu denken. Vergleicht man es mal mit Fußball: "Deutschland und die meisten Länder in Europa spielen in der Championsleague, während Indien, bzw. dieser Teil von Indien in der Gruppe spielt. Der Unterschied ist nur das Niveau/Level auf dem sie spielen. Der Spaß und die Freude am Fußball ist bei beiden gleich".
Am Ende sind es Menschen, so wie wir. Es ist bloß eine komplett andere Welt mit einem anderen Standard und anderen Sitten. Doch sie leben ihr Leben mit ihren eigenen Prinzipien und sind glücklich.

Wenn du dass verstehst - und das habe ich relativ schnell - kommst du auch in dieser Welt als einziger Ausländer gut zurecht.

Aufzuzählen, was alles anders ist, würde endlos dauern. Aber Kühe, Ziegen, Hunde und Hühner mitten auf der Straße im Centrum, Autos ohne Bremsen, überall Staub und Dreck in der Luft, fauler Gestank, nicht existierende Hygiene, Schlachten am Straßenrand und essen mit den Händen ist normal. Was für mich z.B. abnormal war, dass Leute in einer 1,5 Mio Stadt nur eine Ziege b und meint sie währen etwas Besseres als andere Menschen. Der größte Teil war jedoch so wie oben beschrieben.

Ein Fußmarsch durch die Stadt war ein Abenteuer. Du fällst dort so auf, wie in Deutschland ein Farbiger. Der Unterschied ist jedoch, dass dich jeder anspricht, viele Geld wollen und viele aber auch nur so mit der reden wollen. Begegnungen hatte ich unzählige. Einer nahm mich z.B. 2 Stunden lang mit seinem Auto mit und zeigte mir die Stadt. Am Ende wollte er mir aber dann einen Track in die Berge verkaufen.
Ich entschied mich dazu, dass ich nach 2 Nächten ins Himalaya aufbreche.
Mein erster Eindruck war also komplett gemischt, aber völlig begeistert vom Unterschied zu unserem Kulturkreis.

Mein erster Radltag verlief genau so:


Und endete so:

Ich zitiere mal original aus meinem Tagebuch:

"Ich wollte nach 90km noch nicht aufhören und die nächste Ortschaft nach dem Pass Zoji La (3450m) erreichen. Das Problem, die Straße wurde gleich am Anfang Schotter, Staub und Geröll. Das ganze jetzt mit Laster, die unmengen von schwarzen Abgasen in dein Gesicht schleudern und den Staub aufwühlen. Es war schwer, noch Luft zu finden. Mein Gedanke: "Wär ich da mit unserem Caddy hochgefahren, wär ich innerhalb weniger Sekunden oben. Aber höhstwahrscheinlich tot, da man so oft auf der Straße aufgeschlagen wäre, dass die Gastanks aufgeplatzt währen". Für solche Strecken braucht es schon einen guten SUV.

Der wenige Sauerstoff auf über 3000m war weniger das Probelm. Es war mit Abstand mein ungesündester Tag in meinem Leben. Als es dunkel wurde, erreichte ich völlig kaputt den Pass, doch die Ortschaft noch weit entfernt.  

Mein "Glück der Welt": Ein 16 jähriger Junge nahm mich auf! Er hatte nichts und war der gastfreundschaftlichste Mensch den ich je traf. Während in Eichstätt am Volksfest am Abend gefeiert wird, war ich am kämpfen den Tag zu überstehen. Die Nacht: Sau kalt, unter 0 Grad und ich konnte nicht gut schlafen. Ich voller Staub und zwar komplett. 117,1km, 8:46h Fahrzeit, 13,35km/h Durchschnitt, 2248 Höhe up".

Der Junge verdient 700 Rp. im Monat. Das ist nicht mehr als 10 Euro!!! Er bekochte mich mit Reis und Gemüse und ich trank mendestens 15 Chais während dem Abend. In der Früh gabs noch ein gutes Omlett und eine Menge Chai.

Am Ende wollte er kein Geld, doch ich gab ihm 200 Rp. und sagte er soll diese für sich behalten. ICH WAR SCHWER BEEINDRUCKT.

Das war mein erster Tag, wo ich ins Himalaya gestartet bin und mir war klar, dass dies erst der Anfang war. Die Straßen waren für Europäer unvorstellbar schlecht. Ich kam selbst an meine Grenzen, um nicht schieben zu müssen.

Für mich ist es eine der schwierigsten Aufgaben, euch jetzt mein Tourenverlauf zu erzählen. Ich versuche es wie immer, meine Geschichte mit Bildern und Videos zu erzählen. Ich war innerhalb von 3 Tagen in Leh. Geplant waren 4 Tage, doch ein Laster nahm mich 150km, für die wir 5 Stunden gebraucht haben, mit. Es war so ein typisch indischer Laster, also eigentlich ein Haufen Schrott, aber er fuhr und hatte Bremsen. Es war eine Horrorfahrt für mich, denn der indische Verkehr, die engen und gefährlich Straßen, der Lastwagenfahrer und das Himalaya brachten mein Herz für 5 Stunden lang auf 180. Ich habe nicht viel weniger geschwitzt als auf dem Fahrrad.

Die zweite Nacht habe ich wild gecampt. Es war kurz nach Kargil. Ein Dorf, dass sich 2km vor der pakistanischen Grenze befindet.

 

Weil ich dann schon ein Tag füher in Leh war, entschied ich mich dazu, auf den höchsten befahrbaren Pass dieser Erde zu radeln. Der Khardung La mit 5350m. Ich habe es geschafft. Es war der ultimative Test vor dem Leh-Manali-Highway. Nach 6 Stunden habe ich den Pass erreicht. Ab 5000m war die Luft dementsprechend dünn, habe aber nicht gemerkt dass ich zu wenig Sauerstoff bekomm. Deswegen hielt ich mich dann fast eine Stunde lang auf 5350m auf. Doch am Runterweg und am Abend bekam ich es dann deutlich zu spüren, dass ich zu wenig Sauerstoff bekam. Es machte sich mit starken Kopfschmerzen und einer schlechte körperliche Verfassung bemerkbar.


In Leh(3500m) verbrachte ich 4 Tage, um mich zu aklimatisieren, Pause zu machen, den Kashmir zu genießen und mich auf den einsamen und legendären Leh-Manali-Highway vorzubereiten.

Der Sauerstoff: Macht mir wenig, bzw. keine Probleme. Ab dem Start ins Himalaya befinde ich mich nur noch ueber 3000m.

 

Die Reliegion: Srinagar bis Kargil war komplett muslimisch gepraegt. Nach Kargil jedoch, wurde es komplett buddhistisch. Ich weiss nicht genau was genau es ist, aber man merkt es extrem, dass es 2 unterschiedliche Welten sind. Das Indien was ich in Leh erlebe ist ein ganz anderes, also das in Srinagar. Ich denke es liegt an der Religion. 

Die Leute: Unendlich hilfsbereit und gastfreundschaftlich. In Leh war ein komplett anderes Indien als in Srinagar. Leh lebt ebenfalls vom Tourismus, ist aber deutlich kleiner als Srinagar und hat mehr Touristen. Die Infrastrucktur ist also besser, doch eine grosse Spanne zwischen arm und reich herrscht troztdem

Das Essen: Gegessen habe ich einmal mit den Haenden, als ich von 2 Truckfahrer eingeladen wurde. Zum Essen gab es Reiss mit scharfen Gemuese im Lastwagen und es wurde mit den Haenden gegesse. Ich esse alles, was ich zum essen bekomme. Ich nehme also keine Vorsicht. Somit kann ich z.B. auch einen Maiskolben, der am Strassenrand von einem jungen, armen nicht gut richenden Inder ueber einer Glut gebraten wird und anschliessend mit Salz und einer Limette eingerieben wird, geniessen. 

Mein Fahrrad: Muss unmengen von Schlagloechern und und und aushalten. Es schlaegt sich unglaublich gut!

Der Verkehr: Da bin ich sprachlos und kann nicht viel dazu sagen. Verkehrsregeln ist hier ein Fremdwort und jeder faehrt so wie er will. Es wuerde nicht auffallen, wenn ich meine 12 jaehrige Schwester in ein Auto setzte. Sie muesste nur wiessen wo das Gas ist.
Das einzige gute hier im Himalaya ist, dass selbst die Autos nicht so schnell fahren koennen und jeder hupt. So wird man nicht ploetzlich von der Seite ueberrascht. In Srinagar war ich die kleine Maus im grossen Getuemmel. Mir hat es spass gemacht, sich durch den Verkehr zu wuseln und sich ab und zu an die Autos dranzuhaengen.


Schon alleine die Tour nach Leh hat mich an meine körperlichen und psychischen Grenzen gebracht. Gefahren bin ich um die 350km und habe dabei den Zoji La mit 3520m und den Namika La mit 3780m überquert. Mit dem Laster bin ich über den Fatu La mit 4090m gefahren. Meine Psyche war durchmischt, da ich seit Srinagar kein funktionierendes Wifi mehr hatte, ich davor aber davon ausgegangen bin, dass mich das Internet noch bis Leh begleiten wird. Somit hatte ich unerwartet kein Kontakt mehr zu Freunden und Familie. Ich war also nicht darauf eingestellt und dementsprechend hatte ich ein paar Tiefs.
Dass ich in den kommenden 8 Tagen, wo ich den Leh-Manali-Highway fahren werde keinen Kontakt zur Außenwelt mehr haben werde ist mir klar. Doch darauf konnte ich mich einstellen und dafür bin ich auch vorbereitet. 

Pause mit Motorradfahrer
Pause mit Motorradfahrer

In diesen Tagen habe ich wieder unmengen von Menschen kennengelernt. Als ich in Leh war, gab es kein Abend, an dem ich alleine ein Dinner hatte.

Meine Motivation ist in diesem Abschnitt meiner Tour manchmal ausgeblieben. Ich war frustriert weil ich unerwartet kein Kontakt mehr nachhause haben konnte. Somit hatte ich am Ende die Motivation Wifi zu finden. Doch auch in Leh wurde ich entteuscht, da das Internet genau da wo ich da war, nicht funktionierte. Deshalb entschied ich mich dazu eine indische Simkarte zu kaufen. Sie funktionierte immerhin 2 Tage.

 

 

Mit Großer Freude habe ich erfahren, dass sich ein neuer Sponsor für meine Tour interessiert und mich mit 500 Euro (!!!) unterstützt. Das Tumorzentrum München unterstützt mich bei meinem Vorhaben und sieht mich als Vorbild für Willenskraft, Mut und Zielstrebigkeit. Weiter Informationen zum Tumorzentrum München, was es macht und was es ist, findet ihr unter:

http://www.tumorzentrum-muenchen.de/patienten.html

Vielen Dank für die großartige Unterstützung!

Des Weiteren findet ihr nun unter "PICTURES" weiter Bilder von meiner Tour.

Aufgrund schlechten, bzw. nicht funktionierenden Internet im Himalaya, kommt dieser Blog verspätet. Alleine für diesen Blog mit allen Videos und Bildern habe ich Tage gebraucht, um alles ins Internet hochladen zu knnen.

Zum Schluss möchte ich noch etwas aus dem Auswertigen Amt zitieren:

Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird von Reisen in ländliche Gebiete des Landesteils Kaschmir, insbesondere nach Sopore im Distrikt Baramullah sowie in den Distrikt Kupwara, abgeraten.Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten.

Diese Zeilen konnte ich in meiner gesamten Tour bis jetzt 0,0 bestätigen. Ich fragte viele erfahrene Touristen und lokale Menschen und erzählt von diesen Zeilen. Sie meinten, es ist sehr traurig, dass andere Länder so schlecht über den Kashmir schreiben. Ich bin kein Experte in diesem Gebiet, aber ich kann nur sagen, dass es z.B. in Ingolstadt wesentlich heftiger zugeht, als alles was ich hier gesehen und mitbekommen habe.
Mir ist klar, dass es auch hier in diesen Regionen Einzelfälle gibt. Doch es sind Einzelfaelle.

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Kommentare: 1
  • #1

    Frieder (Donnerstag, 15 Dezember 2016 08:22)

    Hallo Sebastian,
    dein Blog ist für meine Freundin und mich richtig super. Wir planen bis in den Iran zu fahren und dann einen Flug in den Himalaya zu wagen....

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.