Für mein Herz das Paradies

Du bist eine Woche lang auf über 4000m und wirst von Tag zu Tag kaputter. Mein Gesicht war nach dem Leh-Manali-Highway, den ich am 02.09 gestartet habe, komplett zerstört. Meine Lippen wahren wegen der Kälte, Höhe und dem Wind nur noch Brocken, meine Nase hat sich 2x aufgrund der starken Sonne gehäutet und der Rest vom Gesicht war schmutzig und verbrannt von der Sonne. Aufgrund der Höhe hatten ich eine Nacht fast druchgehend Nasenbluten.

Dein Körper ist nach etlichen Pässen um die 5000m, schwierigen Straßen und wenigen Sauerstoff ein Wrack, dass erst mal 2 Wochen Urlaub am Strand bräuchte.

 

Wo bleibt jetzt also der Sinn und der Spass an meiner Tour und wieso mache ich dass? Ich habe mehrere Pässe um die 5000m überquert:

  • Namshang La - 4800m
  • Polo Kongka - 4920m
  • Lachulung La - 5060m
  • Nakee La - 4730m
  • Baralacha La - 4890m
  • Rothang Pass - 3978m

Gerade Strecken gab es nur selten. Und wenn, dann bin ich aufgrund des enorm starken Gegenwind auf dem kompletten Highway nicht schneller als 10 km/h vorangekommen. Die Straßen waren oft sehr schlecht und sehr schwierig zu fahren. Du hast so viel Gepäck dabei, dass du total aufpassen musst, dass dir nichts abbricht. Meine Lenkertasche hat es z.B. nicht überlebt und ist nach dem 3. Tag abgebrochen. Die Temperaturen in der Nacht waren weit unter 0 Grad. Manchmal war es kälter als -10 Grad in der Früh. Sobald die Sonne aufgeht, erwärmt sich alles schnell und man kann den Tag zwischen 0 und 7 Grad überstehen. Mein Gedanke war oft: "Wie gerne wäre ich jetzt im Palm Beach in einer heißen Sauna und könnte den ganzen Tag entspannen und noch eine Currywurst essen".

Das Essen bestand in den 8 Tagen meistens ausschliesslich aus Maggi, Omlett und teurer Schockolade. Es war also ein sehr großes Problem für mich, Energie zu finden. Wasser gab es genug, aber oft gefroren und sehr kalt.

Oft bin ich über meine körperlichen Grenzen gekommen. Sei es mit der Konditon, der Kälte oder dem extremen Gegenwind. Diese 3 Faktoren haben mich das ein oder andere mal zum verzweifeln gebracht.

Wo bleibt jetzt also der Sinn dieser Tour und wieso ist es für mein Herz das Paradies?

Die Antwort findet ihr genau hier:

 

 

Dieses Paradies zu beschreiben. ist unmöglich. Man kann es nur mit Bildern und Videos beschreiben. Es ist einfach unglaublich und man vergisst all die Anstrengungen und Herausforderungen. 8 Tage bin ich 500km auf der Hochebene über 4000 Meter geradelt. Übernachtet habe ich im Zelt oder in den kleinen Ortschaften, die nur 3 Monate im Jahr bewohnbar sind. Eine Nacht kostete zwischen 100 und 200 Rp. (1 und 3 Euro). Gewaschen habe ich mich das ein oder andere mal mit einer Eimerdusche auf schlammigen Boden oder in einem kleinen eiskalten Bach.

Es ist, wie so oft zu viel, um euch jeden Tag zu erzählen. Dennoch möchte ich 2 unvergessliche Erlebnisse mit euch teilen.

Übernachtung in einer Jurte

Nachdem ich am 3. Tag den Tso Moriri verlassen habe und zurück auf den Leh-Manali-Highway wollte hatte ich einen ganz normalen Pass mit fast 5000 Metern vor mir - dachte ich. Doch dieser Pass (Polo Kongka) kostete mich all meine Geduld und meine Kondition. Die Straße bestand aus Staub, Sand und großen Steinbrocken. Die Steigung war teilweise enorm und ich hatte starken Gegenwind.

Nach der Passhöhe war es schon 6 Uhr und bis zur nächsten Ortschaft waren es noch fast 3 Stunden. Zu sehen waren 2 Jurten. Ich fragte, ob ich mein Zelt neben der Jurte aufstellen kann. Die Antwort war eine Einladung, dass ich bei Ihnen schlafen und essen kann. Die Familie gehört zu den ärmsten Leuten, die ich auf meiner Tour gesehen habe. Es erinnerte mich an den 16 jährigen Jungen, der mich am 1. Radltag im Himalaya aufnahm. Zum Essen gab es sogar Reis, Dal, Gemüse und Tschapatti mit reichlich Chai. Die Jurte befand sich auf 4900m. Ich machte mir Sorgen, wegen der Nacht, dass ich wegen dem wenigen Sauerstoff nicht schlafen kann. Doch ich schlief wie ein Stein und wachte nur einmal auf. Vielleicht lag es an der netten Familie die mich mich zusätzlich mit 5 Decken zugedeckt hat. Ich war wieder schwer beeindruck von dieser Gastfreundschaft. Es sind die Ärmsten, die dir das meiste geben! Ich fragte sie, wo sie im Winter leben. Sie antworteten: "Hier". Ab diesem Zeitpunkt war ich erst mal komplett sprachlos, saß in der Ecke, trank mein Chai und versuchte mir vorzustellen, wie es dort im Winter ist und wie man dort ein Leben führen kann. Der Winter dort  ist unvorstellbar kalt und man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Die Familie versorgt sich also selbst mit ihren  eigenen Vorräten. 

In der Früh gabs noch crushice und eine Abkühlung im halb zugefrorenen Bach neben an.

Camping mit Expeditionstrupp

Alleine campen wurde mir oftmals abgeraten, weil es zu gefährlich sei. Auf meiner ganzen Reise in Indien ist mir aber nichts aufgefallen, was gefährlich sein könnte. Trotz alle dem bevorzugte ich es dann bei anderen Leuten zu campen. So habe ich diese Gruppe vor dem Tso Moriri gesehen und habe gefragt ob ich neben ihnen zelten kann. Es war eine Gruppe die von dort aus eine 6-Tage Expedition mit Packpferden und allem drum und dran auf so einen schneebedeckten 6000er machte. Sie waren total gastfreundschaftlich, gaben mir Essen, Trinken und Chai. Wir hatten eine tolle und lustige Zeit miteinander und der Hauptguide meinte am Schluss zu mir: "Du hast meinen Jungs sehr gut getan". Ich schenkte ihnen eines von meinen 5 mitgebrachten Oktoberfest T-shirts und ich bekam daraufhin eine Cap, lokale Zigaretten und einen Regenmantel. Sie versprachen mir, ein Foto mit dem T-shirt am Gipfel zu machen. Nach einer Woche habe ich die Gruppe zufällig wieder in Manali - wo ich derzeit bin - getroffen. Sie haben den Auf- und Abstieg erfolgreich gemeistert und es existiert ein Foto mit dem T-shirt, dass ich am Ende des Monats zugeschickt bekomme.

Die Straßen im Himalaya waren zu 30% schlechter Teer und zu 70% Staub und Geröll. Oft war es neben der Straße sogar einfacher zu fahren, als auf dem normalen Weg. Es erforderte all meine Erfahrung und macht nach meiner Ansicht kein Spaß mehr ohne einem Mountenbike. Manchmal war auch eine Maske gegen den Saub notwendig. Eine Sauerstoffflasche hatte ich für den Notfall auch im Gepäck. Mein aktueller Kilometerstand beträgt 2867km, die Höhenmeter sind auf 27681 Meter up gestiegen und meine reine Fahrzeit beträgt 181 Stunden.

 

 

Als ich mich dem Ende des Leh-Manali-Highway näherte hatte ich 2 unglaublich lange Abfahrten. Eine davon war genau 51km druchgehend Berg ab. Es war der letzte Teil vom Highway - vom Rothangpass in Richtung Manali.

"Du hast 8 Tage auf der Hochebene hinter dich gebracht und plötzlich fährst du 2000 Höhenmeter 51km runter nach Manali auf 2300m. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Du merkst wie dein Körper wieder erwacht und du wieder frische gut richende Luft einatmest. Es wird immer wärmer, bis du sogar mit dem T-shirt fahren kannst. Du fühlst dich wie im Frühling, obwohl es eigentlich Herbst ist. Erst jetzt merkst du richtig, wie wenig Sauerstoff du in den letzten Tagen hattest und was du für ein anderes Lebensgefühl in den letzten Tagen hattest. Es ist ein kaltes, geschlossenes unheimliches Gefühl, dass du auf der Hochebene nicht wahrgenommen hast, weil du das andere warme Gefühl vergessen hast. Es fühlt sich so an, wie wenn du von einem Winterschlaf erwachst. Voller Freude und Begeisterung."

Seit 5 Tagen befinde ich mich nun in Manali, der Hochburg von Huschisch in Indien. Es ist eine der schönsten Orte in den ich je war. Nicht wegen des Husch's. Nein, die Leute sind offen und nett und die Stimmung in dieser Stadt ist relaxt und friedlich. Jeder hier genießt sein Leben in vollen Zügen - so wie ich.

Ich konnte sogar ein heißes Bad nehmen und hatte somit ein bisschen Wellness. Das Wasser kam von heißen Quellen.

Paragliding war auch auf dem Programm. Es kostete nicht mehr als 30 Euro. Ich habe zwar keine Ahnung vom Paragliding, aber ich hatte das Gefühl, dass es mehr indischer Style war. Die Guides konnten fast kein Englisch und das einzige was sie mir gesagt haben:"Ich soll 4 Meter rennen und nicht springen beim Start" Mehr wusste ich nicht. Selbst dass ich 4 Meter rennen musste war am Schluss nicht der Fall. Ich war einfach plötzlich in der Luft. In Deutschland gäb es vor dem Flug erst mal eine 2 stündige Einweisung

Manali ist eine sehr vielseitige Stadt. Die Stadt besteht aus Old- und New Manali. In New Manali machen die ganzen reichen Inder Urlaub und in Old Manali halten sich die ganzen europäischen Hippies auf. Es gibt touristische und lokale Teile. Manali ist nicht besonders groß, hat aber viele Touristen und das Husch. Ich denke die 2 Faktoren sind der Grund dafür, dass die Stadt eher reich statt arm ist und es eine sehr gute Infrastruktur gibt.  Hier ist ein Unterschied zu sehen: (Mein Gueshous befindet sich in einem lokalen Teil)


Vorallem in Manali bin ich wieder mit sehr vielen Leuten in Kontakt gekommen. Ich habe einen Italiener kennengelernt. Sein Name ist Marco und er ist ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs. Wir entschieden, dass wir zusammen das Spiti Tal fahren. Das Spiti Tal ist ein einsames Tal im Himalaya das im Osten an das autonome Gebit Tibet grenzt. Für mich bedeutet das:"ZURÜCK INS HIMALAYA     und die 51km lange Abfahrt vom Rothangpass jetzt komplett raufradeln". Denn das Spiti Tal beginnt nach dem Rothangpass und verläuft dann Richtung Osten. Ich freue mich rießig auf dieses Abenteuer. Das einzige was mich daran stört, ist die 51km lange Strecke jetzt komplett Berg auf zu radeln. Denn ich weiß  ganz genau, wie viel ich Berg ab gefahren bin.

Ich habe jetzt an 2 Tagen mit Marco etwas unternommen, damit wir sehen konnten, ob wir uns verstehen. Es passt alles und wir können morgen starten.

Wir machten z.B eine Tour zu einer Downhill-Srecke. Es gab eine Gondel. Sie war von einem französischen Unternehmen und kostete 500Rp. für eine Fahrt. Das ist mit Abstand das teuerst was ich in Indien gesehen habe!!! Für einen durchschnittlichen Inder unbezahlbar.

Mir selbst geht es Momentan sehr gut. Ich muss aber sagen, dass es manchmal Situationen gab, in den ich natürlich ein bisschen Heimweh hatte, oder wo ich viel zu kämpfen hatte. Doch meine Willenskraft ist so stark und süchtig nach 'mehr zu sehen', dass ich an keinem einzigen Punkt ans Aufgeben gedacht habe. Du kannst deine Reise nicht selbst bestimmen. Sondern die Leute die du kennenlernst, bestimmen deine Reise. So ist es nun der Fall, dass ich anstatt in den Süden wieder zurück ins Himalaya fahre. Ich freue mich jetzt auf die nächsten 15 Tage, in denen ich mit Marco in das einsame Spiti Tal fahren werde. 

PS: Da ich lange Zeit kein Internetzugang hatte, habe ich die letzten 3 Wochen in 2 Blogs aufgeteilt. Den ersten Teil findet ihr also im Blog davor.

Das Himalaya ruft!

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Kommentare: 3
  • #1

    Gregor (Donnerstag, 17 September 2015 19:39)

    Zement, ist das hart! :) So viele hochgelegene Pässe.
    So viele interessante Eindrücke, die Du gewinnst.
    Kannst Du mal ein Bild von der Sauerstoffflasche machen,
    wie sieht die aus? Wenn Du Nachschub an Oktoberfest-T-Shirts
    brauchst, sag Bescheid! :):):) LG Gregor

  • #2

    Agnes (Freitag, 18 September 2015 22:22)

    Hallo Basti,
    wir sind hingerissen von deinen Erlebnissen!
    Ganz schön mutig!
    Viel Glück weiterhin!

  • #3

    Renate & Heinz (Donnerstag, 24 September 2015 10:26)

    Hallo Basti,
    Danke für Deine Post an uns.
    14 Tage war sie unterwegs. Es überrascht uns sehr,
    was Du alles erlebst. Wir hoffen, daß Dich Dein
    Schutzengel weiterhin so treu begleitet.
    Alles Gute! Oma & Opa

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.