Es geht immer noch extremer als du es dir vorstellen kannst


Als aller erstes muss ich eine neue Straßenkategorie einführen. Ich habe lange überlegt, wie ich sie nennen soll. Am Schluss bin ich auf den Namen "Felsenstraße" gekommen. Es waren einfach nur noch abnormale Straßen, die für MTB-Fahrer fast nicht befahrbar sind. Es waren keine groben Steine mehr. Nein, es waren Felsen und Felsbrocken, auf denen man teilweise gefahren ist. An mehr als 50 km war am ersten, zweiten und dritten Tag nicht zu denken. Außerdem wurden die Überquerungen über die Flüsse auch zunehmend abenteuerlicher.

Als ich bei meiner Abreise in Eichstätt - meiner Heimatstadt - zum Bahnhof geradelt bin, habe ich bei jedem noch so kleinen Kopfsteinpflaster oder Huggel so stark abgebremst, dass ich mit Schrittgeschwindigkeit die Hindernisse überfahren habe. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, dass meinem Fahrrad solche Straßen bevorstehen, hätte ich mir als erstes Gedanken über ein stabileres, geeigneteres Fahrrad gemacht, weniger Gepäck mitgenommen, solche Straßen wenn möglich vermieden und eine neue Route geplant.

Diese Straßen gingen weit über meine Vorstellungskraft hinaus und ich hätte nie gedacht, dass mein Mountainbike mit dem ganzen Gepäck das durchhält. Denn das Gewicht und die Belastung, die mein Fahrrad bei solchen Straßen aushalten muss, sind enorm. Irgendwann staut sich bei dir selbst dann so viel Wut und Hass gegen diese Straßen auf, dass es dir dann egal ist, wie viel dein Fahrrad aushalten muss und du gibst Vollgas.

Doch mein Fahrrad bleibt mir treu und schlägt sich tapfer!

Die ersten 4 Tage waren wegen der "Felsenstraßen" - nicht zu vergessen der Rothangpass - sehr anstrengend und da es für Marco, den Italiener, den ich in Manali kennengelernt habe, die ersten Tage auf der Tour waren, sind wir nicht den ganzen Tag geradelt. Um 4 Uhr war meistens Feierabend und wir haben uns eine 'gemütliche' Unterkunft gegönnt. Außerdem habe ich mehrere Thailänder, die in Bangkok wohnen, kennengelernt. Für mich sehr praktisch, da ich jetzt neue Fans gewonnen habe, die mich in ungefähr einem Monat mit einem Van am Flughafen in Bangkok abholen und mir mit meinem Gepäck helfen. Landschaftlich war es wieder unbeschreiblich und jeder Ausblick wird vom nächsten getoppt.

Am 5. Tag haben wir das Chandra Tal erreicht - ein kleiner Abstecher von der eigentlichen Straße. Am Ende des Tals konnte man zu einem See hochlaufen. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber schlagartig änderten sich meine Gefühle. Es waren die Stille und der magische, ruhige See, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Es war kalt, die Wolken kamen immer tiefer und es fing leicht an zu schneien.

Irgendetwas fehlte in mir. Ich hatte auf einmal kein Ziel und keine Motivation mehr vor den Augen. Mir war langweilig und ich suchte vergeblich nach Motivation. Willenskraft brauchte ich in diesem Moment nicht, da es nichts zu bewältigen gab. Marco ist schon zurück zu den Fahrrädern gegangen, während ich noch nachdenklich sitzen geblieben bin. Als wir dann zurück auf die "Hauptstraße" gefahren sind, wollte er wieder zu unserem alten Schlafplatz, den wir in einer halben Stunde erreicht hätten. (50Rp./Nacht).


"3 Stunden noch, dann wird es dunkel. Vor uns der Kun Zum La, ein 4650m hoher Pass und 40km bis zur nächsten Ortschaft. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und es begann zu regnen. Die ganze Rückfahrt suchte ich nach einem Stückchen Motivation. Jetzt standen wir an der Kreuzung. Links liegt das kleine Dorf Batal und rechts ging es auf den Kun Zum La.

Wie auf einen Schlag wurde mir klar, was mir fehlt.

Es war der Kick, die Herausforderung und das Abenteuer, was mir fehlte. Marco wollte alles etwas ruhiger angehen. Ich genieße auch gerne, aber ich hatte 5 Tage in Manali, die ich genoss und 5 weitere Tage jetzt mit Marco die eher ruhig waren.

Rechts von mir hatte ich die Herausforderung direkt vor mir. Mit unseren 10 km/h Durchschnitt, die wir in den letzten 4 Tagen hatten, würde ich das Dorf nach dem Kun Zum La nie vor der Dunkelheit erreichen. Doch bei mir hat sich so viel Energie aufgestaut, dass ich wusste, dass ich es schaffen kann - und wenn nicht, habe ich immer noch ein Zelt dabei. Ich entschied mich für den Kick, den ich brauchte, redete mit Marco und dann ging es auf einer schlammigen Straße los.

Mit meiner ganzen aufgestauten Energie und Kraft habe ich innerhalb von 3 Stunden den Pass überquert und das Dorf erreicht. Auf dem Weg wurde ich von Wind, Schnee und Matsch begleitet. Und genau das habe ich nach 10 Tagen mal wieder gebraucht. Mir ging es danach deutlich besser.

Gleich am nächsten Tag stand ich vor dem nächsten Abenteuer. Ich habe einen anderen Weg als die Hauptstraße gewählt, da mir ein Einheimischer diese Route empfohlen hat. Hätte ich von vornherein die Wahl gehabt, würde ich dieses Abenteuer meiner Tour auslassen.

"Jetzt stehst du da, vor dieser Schlucht, die über 150m tief ist. Ein Stahlseil ist drüber gespannt, wo ein kleines Wägelchen dranhängt. Als erstes suchte ich die Typen, die dafür zuständig sind, stellte dann aber schnell fest, dass man dort auf eigene Faust drüber muss. 2 Inder sind vor mir mit der Stahlkiste rüber auf meine Seite gerollt. Das letzte Viertel mussten sie sich rüber ziehen. Sah eigentlich relativ leicht aus.


Ich packte all mein Gepäck in diesen Wagon rein. Das Fahrrad habe ich dann über die komplette Kiste drüber gelegt.

Und ich? Ich setzte mich auf den Rand und stellte meine Füße auf das letzte Stückchen Platz im Wagon. Und dann gings los. Ich bin ganze 10m von 50m gerollt. Schon jetzt bist du ewig hoch und schaukelst wegen des Windes hin und her. Ich fing an, mich an dem Stahlseil rüber zu ziehen. Meter für Meter bin ich vorangekommen. Es war anstrengender als ich dachte, denn der Startpunkt auf der anderen Seite war minimal höher und ich hatte einen Haufen Gepäck und das Fahrrad dabei. Ich dachte es wäre leicht, sich hinüber zu ziehen. Nach 20 Metern spürte ich es schon ordentlich in den Armen, nach 30 war ich an meiner körperlichen Grenze. Nach 40m brannten meine Hände und ich war am Ende. Hatte aber noch 10m leicht bergauf. Jetzt baumelte ich 150m in der Luft, hielt mich krampfartig mit einer Hand am Stahlseil fest und mit der anderen an der Kiste. Ich saß auf dem Rand der Kiste, also mit dem kompletten Oberkörper außerhalb und frei in der Luft über der Schlucht. Das Erste mal schaust du in diesem Moment nach unten - davor hast du dich nicht getraut, weil es so tief ist, aber jetzt geht's nicht mehr weiter und du musst dir klar werden, wo du bist und was als nächstes passiert"


Das erste mal begegnete mir das Problem: ALLEINE!!

Dort war niemand und ich war mitten über dieser Gott verdammten Schlucht und am Ende meiner körperlichen und psychischen Kräfte. Soweit ich mich erinnern kann, gab es keinen Moment in meinem Leben, wo ich richtige Panik bekommen habe. Doch an diesem Punkt war ich kurz davor. Da ich mit meinem Körper auf dem Rand einer Seite saß, hatte dieses "Ding", was sich Cable Car nennt auch noch eine gewisse Schieflage.

Wie versteinert hielt ich mich an dem Seil und der Kiste fest.

Ich rief 3 x laut "Hallo". Nach ein paar Sekunden fuhr zufällig ein Auto auf einer darüber liegenden Straße und hielt an. Es waren Soldaten von der indischen Armee. Einer stieg aus und rannte den kleinen Abhang zum Ende des Seiles runter und zog mich dann die letzten 10m auf die andere Seite hoch (an der Kiste war ein 2. Seil befestigt, was mit jeder Seite der Schlucht zusätzlich verbunden war)

"In diesem Moment hatte ich den Schutzengel von meiner Großmutti!!"


(Bilder und Videos zu machen war undenkbar in dieser Situation)

Den ganzen Weg zurück auf die Hauptstraße zu fahren war mir zu viel. Dafür hätte ich einen halben Tag gebraucht. Das nächste mal fahr ich aber zurück :)

Nachdem ich mir in Kaza das Permit (Passierschein) - diesmal ein originales (In Leh musste ich mir ein Gefälschtes besorgen, da man es nur zu zweit bekam - In Kaza konnte man bei den Behörden auch als Alleinreisender ein Permit beantragen) - besorgt habe, konnte ich in den restlichen 4 Tagen das letzte Stück im Spiti Tal nach Shimla radeln. Sportlich habe ich in diesen Tagen alles gegeben. Ich kam immer über  130km - manchmal auch über 150km - und war teilweise bis zu 10 Stunden am Tag auf dem Sattel gehockt und hatte eine Pause von einer Stunde.  Nach fast einem Monat hatte ich mich an dem überwältigenden Himalaya satt gesehen und wollte einen neuen Teil meiner Welttour beginnen. Des Weiteren habe ich am Rothang Pass einen Franzosen kennengelernt, der schon seit einem Jahr auf dem Fahrrad unterwegs ist. Er hat in Nepal die gleiche Route wie ich und wenn alles gut läuft, starten wir nächste Woche zusammen an der Grenze zu Nepal. Für mich wäre das von großem Vorteil, da ich von ihm noch sehr viel für meine Tour lernen kann.


Noch ein paar Eindrücke vom letzten Abschnitt: Als ich die letzten 2 Tage in die tieferen Lagen gekommen bin, hatte ich viel Regen und somit sehr sehr sehr sehr schlammige Straßen.

Meine Tourdaten konnte ich auf 3553km, 231:20h Fahrzeit und 37.078 Höhe up auffrischen.

Wettermäßig hatte ich nicht mehr so viel Glück und hatte eine wilde Mischung aus Sonne, Wind, Regen und Schnee. Die Temperaturen waren aber nicht so kalt wie auf dem Leh-Manali-Highway.

Neue Bekanntschaften habe ich bis auf die Affen weniger gemacht - abgesehen von viel Smalltalk.

Ich habe viele neue Eindrücke über die indische Bevölkerung bekommen. Vor 2 Tagen bin ich noch an Leuten vorbeigefahren, die neben der Straße in Planenzelten gelebt haben. Ich habe sie Straßenvölker genannt. Strom gibt es bei ihnen nicht und gekocht wird auf dem Lehmofen. Diese Schicht arbeitet ausschließlich an der Straße. Die wird durch die Witterungsumstände ständig zerstört und muss erneuert und repariert werden. Gearbeitet wird dort mit Hand und Schaufel. Schaut aus wie Sträflingsarbeit. Seit einem Tag bin ich in Shimla und ich war geschockt. Diesmal nicht wegen der Armut, sondern vom Reichtum. Es ist unvorstellbar, was für eine große Spanne zwischen Arm und Reich hier in Indien herrscht. Die Stadt gleicht sogar beinahe einer europäischen. Man könnte meinen, die reichen Inder versuchen so zu sein, wie die Europäer. Außerdem glaube ich, dass viele von ihnen keine Ahnung von der Armut im eigenen Land haben und rücksichtslos mit dieser Bevölkerungsschicht umgehen.


Indien ist überall ein anderes Indien. Das konnte ich nach dieser Etappe feststellen.

Ich hätte zum Beispiel nie damit gerechnet, dass hier im Norden von Indien ein professionelles MTB-Rennen über 8 Tage stattfindet. Als ich nach Shimla reingefahren bin, habe ich plötzlich 3 Jungs aus Bayern und Österreich mit hochmodernen Mountainbikes auf der Straße getroffen. Sie sind MTB-Profis und fahren hier ein Rennen. Sie haben mich kurzerhand noch mit einer Flasche Kettenöl ausgestattet.


Euch viel Glück!

Mein Aufenthalt in Indien neigt sich dem Ende zu. Indien hat mich meine Fahrradhandschuhe, eine kaputte Fahrradluftpumpe, 2 Schnallgurte, einen platten Reifen und einen Taschenbruch gekostet. Das sind alles kleinere Sachen, die ich noch verkraften kann. Somit bin ich also im Großen und Ganzen höchst zufrieden mit dieser Bilanz. Körperlich bin ich in Höchstform und mir steht nichts im Weg den nächsten Abschnitt in Nepal zu beginnen. Ich bin gespannt, was mich dort, über ein halbes Jahr nach dem schlimmen Erdbeben, erwarten wird. Zuerst kürze ich jetzt aber mit dem Bus ab und werde erst ab Haldwani wieder aufs Fahrrad steigen.

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Kommentare: 13
  • #1

    fromut (Sonntag, 27 September 2015 20:11)

    Basti-on-tour – ich staune nur:
    Du fährst über Schluchten und über Höhen
    und bist nur noch im Computer zu sehen!

    Du kommst in Gefahr – oh Jammer und Graus,
    die arme Familie zittert zu Haus.

    Doch du bezwingst die Gefahr, und es ist offenbar-
    Du bist mutig und stark und gehst nicht zurück,
    denn du brauchst auch den „Kick“!

    Doch du brauchst auch Familie, die an dich denkt
    und du brauchst Schutz von Oben,
    der deine Schritte lenkt.

    Ich wünsche, die Reise geht weiter gut
    in Liebe
    Deine Großmutti Fromut

  • #2

    fromut (Donnerstag, 01 Oktober 2015 11:14)

    lieber basti, bei der heutigen losung habe ich an dich gedacht:
    "der herr wird seinen
    engel vor dir her senden." 1. mose 24, 7

    "selbst auf den wegen in nacht und einamkeit wird gottes segen zu deinem weggeleit.
    gott wird dir seinen engel senden, unsichtbar schützen mit starken händen"
    großmutti

  • #3

    Gerhard von Kapff (Mittwoch, 07 Oktober 2015 12:09)

    Sebastian, du bist Super.
    Ich bin im besten Sinne neidisch - wäre unendlich gerne bei Deiner Tour dabei - und freue mich über die Erfahrungen deines Lebens, die du mit uns teilst.
    Viele Grüße vom EK, Gerd

  • #4

    Brummi (Donnerstag, 15 Oktober 2015 07:58)

    Servus Basti,
    gratuliere dir zu deiner grandiosen Tour und deiner famosen Leistung. Eins merke ich, du kommst langsam drauf: Unvorhergesehene Ereignisse sind das Salz in der Suppe. Ich wünsche dir noch viele solche Abenteuer wie das im cable car und immer genügend Luft unter der Felge. Viele Grüße aus Schernfeld, Brummi

  • #5

    Nina Anastasio (Dienstag, 07 Februar 2017 22:25)


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  • #6

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.