Warum machen wir das nicht in Deutschland?

Es ist ein Risiko, mit dem du immer rechnen musst - egal ob in Eichstätt, in Europa oder in Indien. Jeden Tag auf dem Fahrrad zu sitzen und auf einer verkehrsreichen Straße in Indien zu fahren erhöht das Risiko natürlich.
Als mich ein indischer Laster überholte, passierte es. Mein erster Unfall mit dem Fahrrad.

Der Laster fuhr schnell und drängte mich von der Straße. Soweit, bis sich plötzlich mein Lenker mit dem letzten Teil des Lasters verklinkte. Da der Laster um einiges schneller war als ich, riss es mein Fahrrad mit einem Schlag mit und es schmetterte 3m später auf den Asphalt. Dank der menschlichen Reflexe, dem Tragen von normalen Schuhen anstatt meiner Klicker und einer Haufen Schutzengel konnte ich im gleichen Moment abspringen. Mich hat es natürlich auch der Länge nach zerhauen. Ich hatte aber Glück, dass ich nicht am Fahrrad hängen geblieben bin, oder unters Fahrrad oder den Truck gekommen bin. Außerdem trug ich in diesem Moment keinen Helm, fiel aber zum Glück nicht auf den Kopf.
Als ich die Augen öffnete waren schon zig Inder um mich herum - bis auf den Truckfahrer, der weitergefahren ist. Ich konnte mit Glück feststellen, dass ich nur äußere Verletzungen erlitten hatte. In meinem Bein spürte ich ich ebenfalls Schmerzen, doch diese verschwanden glücklicherweise nach einem Tag. Mein Fahrrad und das Gepäck waren auf der Straße verteilt. Mein Fahrrad hatte eine große Delle im Rahmen und ein Horn am Lenker war eingedellt. Auch mein Fahrrad hatte also einen Haufen Glück. Es hätte genauso gut zerquetscht sein, oder meine hydraulischen Schläuche hätten zerriessen sein können.
Ich weiß, dass das Wort 'Glück/Dank' sich jetzt in meinem Text wiederholt, aber was ich euch verdeutlichen möchte: "Im Nachhinein hatte ich dank meiner vielen Schutzengel, die ich von Euch bekommen habe, verdammt viel Glück".

Als ich etwas geschafft und benommen eine Stunde später in der Stadt Kichha ankam - wo ich mit einem Franzosen verabredet war - winkte mich ein Mann vom Straßenrand zu sich. Er sah mich 1 Stunde zuvor, als der Unfall passierte und lud mich zu sich nachhause zu seiner Familie ein. Ich wurde vollumfassend mit Chai, Keksen und Wifi versorgt. Er nahm mich auf seinem Motorrad mit, um den Franzosen in der Stadt zu suchen. Wir fanden ihn und er lud uns 2 ein, bei seiner Familie die Nacht zu verbringen mit Dinner, Frühstück und allem drum und dran. Wieder Glück!

Mein neuer Fahrradpartner heißt Clément und ist aus Frankreich, ist 24 Jahre alt, seit 1 Jahr auf dem Fahrrad unterwegs und hat die 20.000 km Marke überschritten. Er reiste in Frankreich eineinhalb Monate mit 0€ und in Indien mit weniger als 1,50€ pro Tag. Für Unterkünfte gibt er generell kein Geld aus und versucht so seine 3-jährige Weltreise zu meistern.
Ich war überwältigt von seinem Projekt und kann noch sehr viel von ihm lernen. http://afleurdeselle.wordpress.com/

Gleich an unserem 1. gemeinsamen Radltag suchten wir eine Gurudwana auf. Es ist die Kirche der Sikhs. Betreten darf man diese nur barfuß und mit einer Kopfbedeckung. Dieser heilige Platz bietet jedem kostenlose Unterkunft, Essen und Verpflegung an. Die Küche ist unvorstellbar groß und kann Tausende von Leuten versorgen.

So einen friedlichen, sauberen, beeindruckenden, offenen und hilfsbereiten Ort habe ich in ganz Indien nicht gesehen und war stark beeindruckt. Ich fragte Clément, warum die das machen, dass dort jeder der will, kostenlos essen und schlafen kann? Die Antwort war eine der besten die ich je gehört habe: "Wieso machen wir das nicht in unserer Heimat in Deutschland bzw. Europa?"
Klar, in ein paar Städten gibt es Ecken, wo man kostenlos Essen bekommt. Doch diese sind nur für die Ärmsten bestimmt und nicht sonderlich groß.
Hier begegnest du aber jedem, sowohl reich, normal, als auch arm. Und es ist weit gigantischer als in unserer Heimat. Die Leute die Geld, Reis oder Getreide haben, können dort spenden. Das Essen ist einfach, aber lecker und es gibt sogar Chai, soviel man will. Gekocht wurde auf einem Feuer in riesigen Töpfen, so groß wie ein Whirlpool. Das Essen bestand aus Dal, Reis und Tschabatti. Dafür braucht man also nicht mehr als ein bisschen Gemüse, Reis, Getreide, Wasser, Salz und Gewürze. Schlicht, aber hoch effizient für die Gesellschaft. Natürlich machen die Sikhs es auch wegen ihrer Religion und um ein gutes Bild an die Aussenwelt abzugeben, da es für jeden zugänglich ist und sie somit auch leichter Anhänger finden können.
Doch es ist so einfach, funktioniert mehr als nur gut und ist der sauberste und friedlichste Ort, den ich in Indien gesehen habe.
Ich bin mir sicher, dass derzeit wegen der Massen an Flüchtlingen in den großen Flüchtlingslagern ganz ähnlich gekocht wird. Ich denke, es wäre  interessant und für beide Seiten eine große Erfahrung, diese Plätze für jeden zugänglich zu machen und jeder der will, könnte dort essen und geben was er möchte. Die Lebensmittel für dieses Essen sind so extrem billig, dass es mit Sicherheit funktionieren würde. Es muss niemand hungern in unserer Heimat, aber es gibt sicherlich genügend Leute, die ihr Geld eher für andere Sachen brauchen als für Essen oder es gibt Leute die genügend Geld haben, aber trotzdem gerne das gemeinsame Essen erleben wollen. Das einzige, woran es vielleicht scheitert ist, dass die einheimische Gesellschaft dafür zu eitel ist, oder nicht zeigen möchte, dass sie kostenloses Essen in Anspruch nimmt und sich mit Flüchtlingen gleich stellt. Doch die Stimmung die ich hier erlebe, mit den unterschiedlichsten Leuten, aus den unterschiedlichsten Schichten, ist so toll, dass ich alle 2 Stunden zum essen oder Chai trinken gehe!


Unseren Start am nächsten Morgen mussten wir auf den nächsten Tag verschieben. Clément hatte starke Zahnschmerzen - eine Sache, die ich am meisten gefürchtet habe, da es in Indien nicht viele englischsprachige Zahnärzte gibt. Somit konnten wir vor Nepal noch das Gesundheitssystem in Indien testen.
Gleich in der Nähe gab es ein Krankenhaus, das zu der Gurudwana gehörte. Jeder kann dort hingehen und zahlt das, was er zahlen kann. Sie hatten einen englischsprechenden Zahnarzt und waren mit modernen Geräten ausgestattet. 'Für Indien' war dieses Krankenhaus auch sehr sauber.
Clément wurde bestens versorgt und mit vielen Spritzen und einer Stunde Arbeit haben sie die Karies erfolgreich entfernt. Ich nutzte die Gelegenheit um meine offenen Wunden an Arm und Knie professionell desinfizieren und verarzten zu lassen. Am Ende wollten sie für die Behandlung von Clément nicht mehr als 1000Rp. (Weniger als 15€) und von mir wollten sie gar kein (!!!) Geld. 
In Deutschland würde allein die Entfernung von Karies mit Betäubung hunderte Euro kosten (mehr als 20000Rp.). Sich in einem Krankenhaus verarzten zu lassen wäre ebenfalls sehr teuer. Arme Menschen, die kein Geld dafür haben - davon gibt es hier viele - werden dort auch kostenlos behandelt. Jeder gibt soviel wie er kann.
Medizin kann sehr billig sein, wenn man nicht das Ziel hat, wie in Deutschland, damit reich zu werden.
In diesem Punkt hat uns Indien erneut stark überrascht und beeindruckt.

Indien ist aber sicherlich kein Musterland. Es gibt viele Sachen in Indien, die nicht schön sind. Sei es die große Spanne zwischen Arm und Reich, wenig Chancen für die Armen, Korruption bei Polizei und Regierung, schlechtes Wasser im südlichen Teil, Benutzung von vielen Chemikalien, Massen von Abgasen, der Verkehr und der unbeschreiblich viele Müll in der Natur. Der Müll ist für mich eine der heftigsten Sachen in Indien. Es gibt so viele tolle Landschaften in Indien, doch überall, wo Menschen sind, ist Müll aufzufinden. Sie zerstören damit die Schönheit ihrer Natur, was sehr schade ist. An dieser Stelle sollten sie sich ein Beispiel an uns in Deutschland nehmen. Müll zu trennen und in eine Mülltonne zu werfen ist so schlicht und einfach wie kostenloses Essen aus Reis und Gemüse für alle zuzubereiten.

Wenn du so eine Reise auf die Art und Weiße, wie ich sie gemacht habe, machst, darf es dir nichts ausmachen, dass du eine Nacht in einem Zimmer mit 10 anderen ungeduschten, nicht gut riechenden und rauchenden Indern verbringst oder dein Zimmer mit Ameisen, kleinen Fröschen und Ratten teilen musst. Frische Betten bzw. frische Bettbezüge hatte ich kein einziges mal, außer in einem Hotel für 700Rp. die Nacht. Geduscht wird ausschliesslich mit einer Eimerdusche - meistens kalt. Einen abgegrenzten Bereich für die Dusche gibt es nicht. Man duscht auf dem Boden der Toilette (indische Toilette). Diese sind, wenn du nicht ein gutes Hotel bevorzugst, immer dreckig! Waschmaschine und Co. habe ich auf meiner ganzen Reise nicht gesehen. Ich bin mir sicher, dass die Menschen der Oberschicht Waschmaschinen besitzen, doch auf meiner Reise und bei den normalen lokalen Leuten ist waschen mit der Hand angesagt.

Das Essen auf der Straße ist lecker und enthält viel schlechtes und ungesundes Fett, da fast alles frittiert wird. Ansonsten hat man noch die Wahl, Reis mit Dal, Gemüse und Tschabatti zu essen. Wenn man dieses Essen bevorzugt wird man normalerweise unter 1€, manchmal 1,50€, mehr als nur satt.
Essen in einem Restaurant ist vielfältig und ich bevorzuge dort Chicken Egg Chomain (1,50€) oder Sizzla(3€-4€). Kostenloses Wasser steht immer auf dem Tisch. In ein Restaurant gehe ich jedoch nur, wenn ich mehrere Tage in einer Stadt Pause mache.

Mit der Zeit wurde ich süchtig nach frittierten Donalds und Jelebi.

Alles was ich über Indien geschrieben habe entsteht nur der Sicht meiner Reise durch Indien und aus den Gesprächen mit den Leuten vor Ort. Ich entnehme keine Informationen aus dem Internet, Medien oder Büchern. Ich kann also nur den Standpunkt aus meiner Sicht, was ich alles gesehen und mitbekommen habe vertreten.
Heute habe ich zusammen mit dem Franzosen Pokhara in Nepal erreicht. Der Artikel über Nepal erscheint in einer knappen Woche, wenn ich in Kathmandu bin.

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.