Eine andere Zeit

Wir fuhren auf dem Haupt-Highway in Nepal, da es die einzige Straße ist, die in Richtung Osten, nach Kathmandu führt. Wir befürchteten Schlimmes.

Schnell stellten wir aber fest, dass der Highway durch ganz Nepal eine Autobahn für Fahrräder, Kutschen und Fußgänger ist. Vereinzelt fahren ein paar Busse und Trucks. Autos sieht man so gut wie gar nicht. Das liegt ganz einfach daran, dass sich die Nepalis keine Autos leisten können und die meisten Menschen noch in einer einfacheren, friedlicheren und entspannteren Zeit leben. Der 2. Grund ist, dass es wahrscheinlich wegen der neuen Verfassung in Nepal einen politischen Konflikt mit Indien gibt und die Grenzen somit geschlossen sind. Das bedeutet, dass z.B Trucks mit Kraftstoff die Grenze nicht passieren können.

Als wir für eine Übernachtung eingeladen wurden und den Mann (Englisch Lehrer) fragten, ob er ein Foto von uns machen kann, hielt er die Linse in Richtung SEINES Gesichts, das Display in unsere Richtung und versuchte so ein Foto von Clément und mir zu machen.

Viele Leute wissen nicht was Frankreich und Europa ist, sie kennen nur Deutschland.
Eine Küche, so wie wir sie kennen, gibt es nicht. Jeder - auch die Straßenrestaurants - kochen mit Holzfeuer in einem Lehmofen.
Wasser gibt es ausschließlich aus dem Brunnen und man muss es selbst hochpumpen.
Die Häuser bestehen fast alle, außer in einer größeren Stadt, aus Lehm und besitzen ein Strohdach.

Als wir einen gebrochenen Gepäckträger von Cléments Fahrrad schweißen lassen wollten, mussten wir erst ein paar Stunden auf Strom warten. Ein Einheimischer erklärte uns, dass der Strom in ganz Nepal durchschnittlich 72 Stunden in der Woche ausfällt, weil die nepalesische Regierung die Stromleitung aus Indien kappt, weil sie den Strom nicht bezahlen kann.

Zusammengefasst lebt das Nepal, das wir mit unserem Fahrrad durchreist haben, in einer komplett anderen, für jeden Europäer zurückgebliebenen Zeit.
Im Gegensatz zu Indien sind die Straßenverhältnisse luxuriös und es ist kein Müll mehr zu finden. Die Leute jedoch, die in Indien als arm galten,  sind hier der normale Durchschnitt.
Die Menschen in Nepal sind total nett und höflich. Sie genießen ihr Leben in vollen Zügen und machen sich keinen Stress. Vielleicht liegt es daran, dass sie noch in einer anderen Welt leben, nicht vollgestopft mit allem was mit Elektronik zu tun hat. Die Rolle der Frau ist eine ganz andere als in Indien. Schaute man in Indien auf die Straße, waren überwiegend Männer unterwegs. Fahrrad und Motorroller waren meistens tabu für die Frau. 
Hier in Nepal sind männlich und weiblich kunterbunt gemischt und gleichberechtigter. 
Die Natur in Süd-West-Nepal ist einmalig. Sie gleicht einem typischen Dschungel mit Affen, großen Bäumen, Bananen, intensivem grünen Gebüsch und großen breiten Flüssen.
Der ein oder andere Schlafplatz gleicht also einem Paradies:

Als wir am nächsten Tag von diesem Schlafplatz starteten und 15km bis zum nächsten Fluss radelten, ereignete sich Folgendes:

Wir haben extra noch gefragt, ob es gefährliche Tiere gibt. Die Antwort lautete immer 'Nein'. Deshalb waren wir ganz schön überrascht. Es wäre also möglich gewesen, dass uns ein Krokodil am Morgen an unserem Schafplatz begrüßen hätte!
Stell dir vor du siehst in Deutschland einen Tiger. Damit würdest du nie rechnen und du wärst genauso perplex wie wir, wenn du ihn plötzlich neben dem Fahrradweg siehst.
Dass Wetter ist unglaublich heiß, mit feuchter Luft. Es hat um die 35 Grad im Schatten, da wir aber meistens auf dem Fahrrad sitzen, sind wir immer in der prallen Sonne, wo es weit über 40 Grad hat. Durch die feuchte Luft bist du den ganzen Tag komplett nass geschwitzt. Selbst in der Nacht läuft dir das Wasser bis Mitternacht nur so runter. Mit den unzähligen Moskitos ist schlafen also nicht ganz so einfach.
Für mich selbst ist diese Umgebung wieder komplett neu und ein krasser Gegensatz zum kalten Himalaya.
Die Menschen haben meinen größten Respekt und bringen mich mit ihrem Lebensstil zum staunen. Doch die meisten von Ihnen haben keine Ahnung von unserer Welt.
Deshalb sind sie mit allem, was sie haben, genauso glücklich wie wir.
Wenn sie uns mit unseren Fahrrädern sehen, dauert es keine 60 Sekunden und es bildet sich ein Menschenkreis um uns. Selbst beim waschen hat man keine Ruhe.
In einem Dorf anzuhalten und sein Fahrrad zu reparieren - wie Clément es einmal tun musste - ist eine schlechte Idee. Nach 3 Minuten steht das ganze Dorf um dich herum und schaut dir blöd zu, kommt aber nicht auf die Idee, dir zu helfen. 
Wir mussten es aber akzeptieren, das Fahrrad und wir sind einfach die extreme Ausnahme für sie.
Da wir derzeit ohne bezahlte Übernachtungen reisen, mussten wir uns dieser Umgebung und den Lebensbedingungen schnell anpassen, sonst wirt man dort nicht glücklich.
Unsere Übernachtungsplätze waren komplett gemischt. Einfach ist es, in englischsprachigen Schulen zu fragen. Die gibt es fast in jeder Stadt, jeder kann englisch sprechen und sie stellen uns immer ein Zimmer bereit. Frägt man die Menschen in der Stadt, wo sich die Schule befindet und schildert ihnen die Situation, dass wir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, wird man das ein oder andere mal schnell von den Einheimischen zu ihnen mit nach Hause eingeladen. Der Kompfort ist natürlich undenkbar schlecht, doch das darf bei so einer Tour kein Problem sein.
Größere Tempel gibt es wenige in Nepal. Doch das touristische Lumbini - der Geburtsort von Buddha - war voller prachtvoller Tempel. Es waren Prachtgebäude mitten in Nepal und fast keine Touristen unterwegs. Es glich ein bisschen einer Geisterstadt. Dort waren Tempel von den unterschiedlichsten Nationen gebaut. Unter anderen war dort auch ein deutscher Tempel, mit  deutschen Steuern erbaut. Als wir ihn besuchten, sind wir mit einem dort lebenden Mönch ins Gespräch gekommen, der uns am Ende in den Tempel eingeladen hat. Ich wäre sauer gewesen, wenn ich nicht in diesem Tempel, der mit deutschen Geldern gebaut wurde, hätte schlafen können. Der Komfort war in dieser Nacht ausgesprochen gut und eine Ausnahme.

Nach Lumbini ging es in das touristische Pokhara und nach Kathmandu. Diese Gebiete sind schlicht und einfach vom Tourismus geprägt und komplett anders als das Nepal wie zuvor beschrieben.

In Pokhara konnten wir Couchsurfing machen und in Kathmandu Warmshower (Internetplattform speziell für Fahrradfahrer). Einladungen kamen auch nicht zu kurz.



In den Letzten Tagen spielt das Thema Zukunft eine große Rolle für mich. Ich habe jetzt Clément kennengelernt, mit dem ich mich bestens verstehe. Bis Singapur hat er eine ähnliche Route wie ich geplant. Allerdings nicht mit dem Flugzeug nach Bangkok, sondern mit dem Fahrrad wieder nach Indien und dann über Myanmar nach Thailand. Vor meiner Reise war mir nur bekannt, dass die Überlandgrenzen nach Myanmar für Ausländer geschlossen sind. Das änderte sich jedoch letztes Jahr und die Informationen waren noch veraltet. Jetzt fängt mein Gedächtnis an zu träumen...

Ich hasse Entscheidungen während meiner Tour. Entscheidungen über verschiedene Straßenverläufe, Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants oder eine wie diese. Am liebsten habe ich es, wenn es nur einen Weg gibt.
Jetzt stehe ich jedoch vor einer großen Entscheidung, die den Zeitpunkt meiner Rückkehr, die Route, mein alleine reisen, mein Budget, meine Zukunftspläne und meine geplante Reise mit einer Freundin (Antonia) in Australien beeinflusst.
Wenn du dich mitten auf deiner Traumreise befindest, kannst du nicht aufhören zu träumen, du willst immer mehr. Es gibt da noch viele andere Träume, doch über die spreche ich erst, wenn es so weit ist.

Ich habe mich für die Reise durch Myanmar entschieden. Als ich mich in Kathmandu dann für das Visa und die Permits bewerben wollte, hat sich herausgestellt, dass ich alleine für das Permit 20 Tage warten müsste, die Preise erhöht wurden und ich eine zusätzliche Fahrradsteuer hätte zahlen müssen. Am Ende wäre ich allein für diesen Schmarrn auf 250 Dollar gekommen. Im Land selbst hätte ich dann auch nur eingeschränkt reisen können. Am Ende war mir das dann mit den ganzen Umwegen zu kompliziert und in diesem Moment wollte ich einfach nur frei reisen und mein Leben genießen. Der einzige billige Flug, wo ich mein Fahrrad mitnehmen konnte, war ab diesem Zeitpunkt in 12 Stunden. Ich habe mich dann spontan dazu entschieden nach Bangkok zu fliegen, um dort meinen Kreis durch Südostasien zu starten. 

 

Vielleicht vermisst jemand das Thema Erdbeben?

Ich werde nicht großartig darüber berichten, da es nichts mehr zu berichten und nicht mehr viel zu sehen gab. Das einzige was mir oft gesagt wurde, dass die Regierung von Nepal ein Großteil für sich behalten hat und nur ein geringer Teil wirklich bei den Erdbebenopfern angekommen ist. Auch so ist das Land allgemein extrem korrupt. An der Grenze zu Indien konnten wir mit eigenen Augen sogar sehen, wie Autos, die die Grenze passiert haben, den Polizisten Geld ins Hemd gesteckt haben, damit sie ohne kontrolliert zu werden, die Grenze nach Nepal überqueren konnen. Somit haben sich die Leute die Grenze passieren Zollgebühren gespart und die Polizei hat ein kleines Taschengeld bekommen. Die Regierung geht bei diesem Geschäft dann leer aus.

Es gibt dort aber ein ganz anders, erschreckendes und beunruhigendes Problem, das womöglich auch in Deutschland passieren kann:

Hier gehts weiter zu diesem Thema: "Wilkommen in der Zukunft"

Alle schönen Momente Aufzuzählen ist unmöglich. Doch damit ihr wisst, was ich unter einem schönen Moment verstehe, zähle ich ein paar auf:

  • Wenn du am Abend denkst, du hast die Ortschaft erreicht aber plötzlich festellst, dass du noch einen 500 Meter hohen Berg hochradeln musst und dich aber laut schreiende und begeisterte Kinder mit all ihrer Energie 200 Meter hochschieben ist das ein toller Moment.
  • Wenn du einen 1500 hohen Pass vor Kathmandu hochstrampeln musst, die überladenen Trucks aber so langsam fahren, dass du dich 2/3 der Strecke an Trucks hängen kannst, ist dies ein schöner Moment.
  • Wenn nach deiner Routenplanung ein Berg hochzufahren ist, es aber plötzlich bergab geht, ist dies ein toller Moment.
  • Wenn du für 10 NRp. (10 Cent) Samosas findest, ist dies ein unbeschreiblicher Moment.

Zuhause würde ich niemals an so etwas denken. Doch mit der Zeit machen dich solche Moment unheimlich glücklich.

Dank den Trucks, voellig frisch und munter auf dem Pass
Dank den Trucks, voellig frisch und munter auf dem Pass

Mexikaner, die ich getroffen habe, erzählten mir diese 3 Regeln für das Essen:

Beim Essen gibt es 3 Regeln, die für mich als Fahrradfahrer wichtig  sind: Große Portionen, billig und frisch. Ist dies nicht der Fall, schmeckt das Essen nur halb so gut - außer man wird eingeladen. Nach fast 2 Monaten Indien und Nepal ändert sich deine Denkweise im Umgang mit Geld. Am Anfang war ein Essen für 3 Euro bei der Ankunft "sau" billig - dachte ich. Jetzt bin ich richtig enttäuscht und  genervt, wenn ich mehr als 50 Cent für ein Essen zahle.

Natürlich muss ich diese Denkweise wieder ändern, wenn ich in Bangkok bin. Dort wird es dann teuer für mich. Für einen Europäer, der mit dem Flugzeug kommt, ist es aber immer noch billig. 


Ein Ziel von mir, den Mount Everest zu sehen, habe ich leider wegen des spont gebuchten günstigen Fluges nicht erreicht. Doch als ich im Flugzeug aus dem Fenster schaute, habe ich einen gigantisch großen Berg gesehen. Es kann nur der Mount Everest gewesen sein :)

 

Als letztes möchte ich noch anmerken, dass es eine neue Rubrik auf meiner Homepage gibt. Sie heißt "Challenge". Dort könnt IHR mir eine Challenge schicken, die ich dann anschließend posten werde und alles daran setze, diese zu bewältigen. Natürlich mit Beweismaterial. Viel Spaß beim Ausdenken einer Challenge!

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Kommentare: 1
  • #1

    fromut (Mittwoch, 21 Oktober 2015 16:47)

    Hallo, Sebastian, hallo, hallo,
    nun bin ich aber wirklich froh,
    dass du wieder „online“ bist,
    Familie und Freunde nicht vergisst!

    Die Abenteuer reißen nicht ab
    und halten euch beide weiter auf Trapp!
    So gibt es Probleme beim Baden und Waschen,
    weil Krokodile euch möchten vernaschen.

    Paß gut auf dich auf und bleibe gesund,
    wir denken an dich mit Herz und mit Mund!

    Großmutti

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.