Du kannst sein wer immer du sein möchtest

Vor 3 Wochen noch in Kathmandu, wo auf dem Holzfeuer gekocht und im Dreck mit dem Eimer geduscht wurde. Am nächsten Tag Schwimmen im Pool auf einem Wolkenkratzer mit Ausblick über die Skyline von Bangkok, "all you can eat"-Restaurant mit internationaler Küche, Kino, Party, Apartment im Businessviertel, Klimaanlage, Sauna, Whirlpool, Fitnessraum, Taxi, Schokolade und alles was zu einem Luxusleben dazugehört. 5 Tage später, anstrengende Fahrradtage und Gastfreundschaft von Mönchen in Tempeln mit unendlich viele Essen und Moskitos.
Und jetzt in einem typischen Bilderbuchdorf im Jungel mit Bambus-Stroh-Häusern und einfachstem Lebensstandard. Leben von 2 Euro am Tag, dann 5 Tage lang leben mit 40€ Tagesbudget und 6 Tage später den Tag mit 1,5€ verbringen.
Du bist unendlich frei und kannst machen, auf was du gerade Lust hast. Möchte ich nach Russland, Japan, Peru oder Afrika, steig ich sofort in den Flieger und kann glücklicherweise genau dort hin fliegen, um dort weiter zu radeln. Dieses Gefühl ist im Moment das Tollste auf der ganzen Tour. Ich merke, wie ich jede der unterschiedlichen Lebensformen vor Ort genießen kann und dadurch die extremen Unterschiede auf dieser Welt vorurteilsfrei kennenlerne. Es macht mir nichts aus, vom einfachen Leben in ein luxuriöses Leben zu ziehen und umgekehrt. Es macht mich eher glücklich, das Gefühl zu haben, 'König der Welt' zu sein und dahin zu gehen, wo es mich gerade hinzieht und das zu machen, was ich gerade möchte.
Frei von Schule und Arbeitsleben, frei von Zuhause, Heimweh und festen Bindungen, frei von Geldsorgen und Einsamkeit, frei von gesundheitlichen Beschwerden, Stress und Unglück, einfach frei von allem.
Wenn man diese Freiheiten hat, fühlt man sich fähig, alles machen zu können.

Nachdem ich knapp eine Woche bei 2 verschiedenen Couchsurfern Bangkok genossen habe, ging es für mich wieder auf das Fahrrad mit dem Ziel, schnell in den Norden Thailands zu kommen, um dann gemütlich in 2 Monaten von Laos aus in Richtung Malaysia und Singapur zu radeln. Als mich ein Freund aus Bangkok, den ich in Indien kennengelernt habe, mit seinem Pickup 100km aus Bangkok rausfahren wollte, damit ich nicht im gefährlichen Großstadtverkehr fahren muss, stellte ich leider fest, dass ein Bremshebel während des Fluges abgebrochen war. Mit nur einer Bremse ist es im Flachland Thailands kein Problem, aber wenn es in die steilen Berge geht, wird es mit einer Bremse schnell zur Todesfalle. Wir mussten leider feststellen, dass ein neuer Bremshebel nicht einzeln zu kaufen war. Nur ein komplett neues Bremssystem für 150 Dollar aufwärts wäre die einzige Lösung gewesen. Für mich war das nur wegen eines gebrochenen Bremshebel viel zu teuer und ich suchte gemeinsam mit meinem Freund nach einer neuen Lösung. Der gute Junge ist Mechanik Ingenieur und ließ seine Kontakte spielen. Eine Firma, die in Besitz eines 3D Druckers war, war letztendlich die Lösung des Problems. Sie stellte mir kostenlos einen neuen Bremshebel mit exakt den gleichen Bohrungen her. Diesen zusammen mit einem waschechten Ingenieur für Mechanik neu zu montieren, war dann ein Kinderspiel.



Über Thailand habe ich von fast jedem gehört, dass es touristisch überlaufen sei. In Bangkok und in Ayutthaya, der Stadt wo ich mit dem Fahrrad gestartet bin, habe ich das auch deutlich zu spüren bekommen. Ohhhhhh my goooood, you are crazy. That's awesome, impressively, indescribably, usw. . Diese Ausdrücke habe ich in der ersten Woche oft genug gehört und kann sie jetzt nicht mehr hören. Die typische Backpackersprache, der übliche Smalltalk und ein Bierchen am Abend.
Doch plötzlich, als ich gestartet bin, waren alle europäischen Touristen wie vom Erdboden verschluckt. Ich fahre jetzt seit knapp einer Woche Fahrrad in Thailand und bin auf keinen einzigen europäischen Tourist gestoßen. Stattdessen habe ich mit meinem Status als nichtnormaler Tourist und als Fahrradfahrer die lokale Gastfreundschaft genießen können. Ich habe keine Ahnung wo es touristisch ist, was sehenswert ist oder sonst von irgendetwas in Thailand. Wirklich das einzige was ich wusste war, dass es extrem touristisch sei und dass man in Tempeln schlafen kann.
So bin ich zum Beispiel auf dieses typische Bilderbuchdorf mit Häusern aus Bambus und mit Strohdächern in den Bergen im Norden Thailands gestossen, das mich herzlich wilkommen hieß.

Mit Beigeisterung kann ich berichten, dass ich die 5000 km-Marke überschritten habe. Ich möchte doch hoffen, dass ich auch noch die 10.000 km und vielleicht die 15.000 km überschreiten werde. Auch die gefahrenen Höhenmeter haben sich wegen der vielen Berge auf einen Stand von 47.962 Meter nicht schlecht entwickelt. Speziell diese Woche in Thailand habe ich durchschnittlich 130km am Tag zurück gelegt, damit ich schnellstmöglich gemütlich in Laos starten kann.

Die Tierwelt hat sich auch mal wieder geändert. Ein Krokodil habe ich noch nicht gesehen, aber dafür alle paar Kilometer eine tote Schlange, eine riesige Echse, unzählige Spinnen und andere ungeheuerliche Insekten. Für mich persönlich das allerschlimmste auf der Tour. Dieses kleine giftige Gewusel ist mir ganz und gar nicht geheuer.

"Tankyou Buddhism"

Fast jede Nacht konnte ich in den Tempeln der Buddhisten schlafen. Die Mönche waren unglaublich freundlich und haben mich jedes mal mit Unmengen an Essen und Trinken versorgt. Obwohl die meisten kein Englisch sprachen, hatten wir immer eine sehr interessante Unterhaltung, mit Hilfe der Hände und einigen Brocken Thailändisch, die ich verstand. Ich habe davon zwar nicht viel verstanden, doch es ist mir gelungen, sie zu fragen, ob ich in der Früh um 6 Uhr mit Ihnen ins Dorf gehen kann, um das Essen, dass die Mönche von den Einheimischen jeden Tag geschenkt bekommen, zu holen. Nach 5 Übernachtungen in den verschiedensten Tempeln konnte ich sogar dort die Unterschiede zwischen Arm und Reich deutlich spüren. In den ärmeren Tempeln gab es eher einfaches Essen und keine all zu große Auswahl. In den reichen Tempeln war es umgekehrt. Ich denke es ist davon abhängig, wie groß das danebenliegende Dorf ist. Doch ich konnte auch wieder festellen, dass der ärmste Tempel der gastfreundschaftlichste war. Sie kümmerten sich jede halbe Stunde um mich, kochten extra für mich, bauten mir ein extra Zelt gegen die Moskitos auf und haben mir rund um die Uhr Kaffee und heißes Wasser zu verfügung gestellt. Ein wohlhabenderer Tempel dagegen gab mir einen Platz zum schlafen und stellte mir Essen hin das übriggeblieben war, weil zu viel da war.

Das Essen....

Die Anstrengung....

Das Wetter mit teilweise über 40 Grad Hitze, viel Sonne und hoher Luftfeuchtigkeit ist ein Faktor, der das Fahrradfahren extrem anstrengend macht. Ein anderer Punkt sind die Straßen. Die Thailänder können sehr schöne und luxuriöse Straßen bauen, doch wenn es über die Berge geht, ist es Ihnen egal und sie bauen ganz normal gerade aus drüber, als würden die Berge nicht existieren. Den Autofahrern macht das nichts aus, aber ich hatte oftmals mit 20% Steigung zu kämpfen. 8-10 Liter Wasser an Tagen wie diesen war notwendig und weil ich alles sofort wieder rausgeschwitzt habe, musste ich trotzdem nur einmal (!) am Tag auf die Toilette.

Für mich waren diese Tage eine gutes Training für Australien, denn dort werdern mich noch ganz andere Bedingungen erwarten.

Die Motivation....

Ich weiß, dass ich in eineinhalb Monaten an einem weißen Sandstrand liege, eine Taucherlizenz machen werde und durch hellblaues, kristallklares Wasser gleite.
Wenn das nicht Motivation genug ist!
Aber auch so hatte ich in den letzten Tagen das Ziel, so schnell wie möglich im Norden Thailands zu sein, damit ich Anfang des nächsten Monat in Laos starten kann, um dort alles entspannter angehen zu können. Denn ich habe mich für Anfang Neujahr mit einer Freundin in Austalien verabredet, mit der ich 2-3 Wochen ein bischen ohne Fahrrad traveln werde. Eigentlich mal wieder nicht zu schaffen, Ende des Monats an der Grenze zu Laos zu sein. Doch wenn man fest daran glaubt und alles gibt, ist es immer möglich. So hatte ich Glück, dass mich ein lokaler Bus über einen ganzen Bergkamm mitnahm, für den ich sonst einen Tag gebraucht hätte. Um noch ein bisschen schneller zu sein, habe ich mir über einen anderen Bergkamm für 100km einen weiteren Bus gegönnt. So habe ich mein Ziel rechtzeitig erreicht und kann jetzt in den nächsten Tagen gemütlich in Laos starten.

Das Nachdenken und die Einsamkeit....

Ich bin jetzt wieder alleine unterwegs und mein bester Freund wird wieder die Kamera sein. Wegen der großen, breiten und verkehrsreichen Straßen ist es mir sogar manchmal ein bisschen langweilig geworden. Dann wird man schnell nachdenklich und wünscht sich, zuhause zu sein. Doch wenn man jeden Abend auf so tolle Menschen, Gastfreundschaft und neue Eindrücke stößt, ist alles wieder ganz schnell vergessen. Was ich aber sagen muss: 'Je weiter du dich von Zuhause entfernst, desto näher fühlst du dich im Herzen zu deiner Familie hingezogen'

Der Verkehr....

Im Flachland: sehr verkehrsreich! Doch wegen der sehr breiten Straßen und einem oftmals vorhandenen Seitenstreifen eher ungefährlich. Es kommt aber auch oft vor, dass man mal auf 2-spurigen Straßen unterwegs ist. In den Bergen gab es wieder sehr schöne große Straßen, noch dazu ohne Verkehr.

Die Zukunft....

Derzeit bin ich in Chiang Mai und werde heute in Richtung Laos aufbrechen, wo ich zu Begin des neuen Monats starten werde. Eine genaue Route in Laos gibt es nicht. Für mich steht aber fest, dass ich möglichst kleine Strassen wählen werde und mich wieder ins Abenteuer stürze. Den nächsten Blog gibt es voraussichtlich erst nach Laos oder Kambodscha wieder, da ich mir relativ sicher bin, dass ich dort, wo ich reise, kein bzw. nur wenig Internetanbindungen finden werde. 

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.