Kein Tag ohne einer Einladung

Das Hauptziel meiner Tour war es, Menschen in den verschiedensten Ländern und unterschiedlichen Schichten kennenzulernen. Genau dieses Ziel wird jetzt immer mehr zum wichtigsten Punkt meiner Tour. Die Menschen sind es, die mich motivieren, mich glücklich machen und mich daran hintern, ans Aufgeben zu denken. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich am Ende des Tages in ein Hostel gehe, oder mir einfach einen Schlafplatz bei den lokalen Leuten suche.
In einem Guesthous zahle ich für mein Bett, plauder ein bisschen mit den anderen Touristen, esse und gehe schlafen.
Bei den lokalen Menschen zahle ich erstens nicht für die Unterkunft und 2. - was im Moment das wichtigste für mich ist - es wird sich um mich gekümmert. Sie geben mir Essen und sorgen dafür, dass es mir gut geht. Ich weiß, ich bin schon 20 Jahre alt und kein Kind mehr, doch ich bin seit 5 Monaten alleine, ohne einen festen Reisepartner, auf meinem Fahrrad unterwegs. Wir alle sind menschlich und es ist normal, dass jeder ein Gefühl der Fürsorge braucht, um glücklich zu sein. Auf meiner Reise habe ich aber keine Familie, Freunde oder eine Freundin um mich herum, die mir ein solches Gegühl geben können. Deshalb sind die gastfreundlichen Menschen so extrem wichtig für mich. Sie geben mir mit ihrer Herzlichkeit ein Ersatzgefühl und bringen mich Tag für Tag weiter.

 

Nach der Erholung auf der Trauminsel ging es für mich die nächsten 4 Tage auf dem Highway nach Malaysia. Ich hatte leider nur noch für 6 Tage eine Aufenthaltsgenemigung für Thailand und musste somit die schnelle Route wählen. Zum Fahrradfahren war das extrem langweilig und es ist nichts besonderes vorgefallen, außer dass meine Kette gerissen ist und die neue Kette auf dem abgefahrenen Zahnkranz leider nicht mehr funktionierte. In der nächsten großen Stadt konnte ich zum Glück den kompletten Zahnkranz austauschen lassen. 

Am 13. Dezember habe ich die Grenze nach Malaysia passiert. Das allererste, was ich feststellen musste: es gab keine Tempel mehr, in denen ich die Nacht verbringen konnte. Das hieß für mich, dass ich jetzt nach 2 Monaten plötzlich wieder einen Schlafplatz suchen muss, der kein Tempel war. Schnell musste ich feststellen, dass es auch in Schulen und Moscheen für mich leider nicht möglich war zu schlafen. In Nepal waren Schulen immer eine gute Option. Neue Leute, neues Essen, komplizierte Schlafplatzsuche und extrem viel Verkehr auf jeder Straße. Es war einfach alles anders als Thailand, Laos oder Kambodscha. Auf den ersten Eindruck war ich überhaupt nicht begeistert. Es war aber andererseits auch wieder aufregender, in der Früh aufzustehen und nicht zu Wissen, wo der Tag enden wird, da ich keine sichere Schlafmöglichkeit mehr hatte.

Nach ein paar Tagen an der hässlichen Westküste entschied ich mich, einen Bus in die Mitte Malaysias zu nehmen und durch den Dschungel nach Kuala Lumpur zu fahren. Ich hoffte auf verkehrsärmere Gegenden und schönere Landschaften. Doch auch dort bin ich auf den Straßen bis Kuala Lumpur nicht glücklich geworden. Die Landschaft war zwar oft ganz schön und es gab eine Menge Dschungel, trotzdem hat mich das Umfeld irgendwie nicht sehr beeindruckt und die Straßen waren leider zu 70% auch sehr verkehrsreich.

Doch es gab eine Sache, die den Abschnitt in Malaysia gerettet hat. Es waren die Menschen vor Ort. In meinem ganzen Leben bin ich noch nie auf so viele gastfreundliche Menschen gestoßen wie in Malaysia. Es gab keinen Tag, an dem ich nicht mindestens einmal eingeladen wurde. Eine Eisschokolade oder ein Abendessen war an der Tagesordnung und wenn ich Glück hatte, habe ich am Abend in einem schönen weichem Bett schlafen können (3x). Ich war froh, dass mir die Einheimischen meine Fahrradtour versüßt haben. Ansonsten wäre Malaysia kein besonderer Abschnitt auf meiner Reise geworden.

In ein Haus eingeladen zu werden ist für mich immer etwas ganz besonderes. Als ich an einem Abend in einem kleinen Dorf mit 300 Einwohnern angekommen bin, wollte ich dort die Nacht verbringen. Als erstes habe ich in der Grundschule gefragt, wurde aber abgewiesen. Ein paar Jugendliche haben mich dabei beobachtet und mich erst mal auf eine Zigarette und etwas zu trinken auf ihrer Terasse eingeladen. Die Veständigung spielte sich mehr mit Händen und Füßen ab. Irgendwann habe ich dann das "kann ich hier schlafen Zeichen" gemacht und ich durfte mein Zelt im Garten aufstellen. 

Wenn du als Fahrradfahrer in ein einheimisches Dorf im Dschungel kommst, wirst du schnell zur Hauptattraktion. Jede Person in so einem Dorf besitzt einen Roller und fährt am Abend mit ihm im Dorf auf und ab. An diesem Haus hat sich ein regelrechter Stau aus Rollern gebildet. Als alle zum beten mussten, habe ich mir gedacht, ich könnte mir in Ruhe etwas Reis kochen. Der Reis war aber leider nicht schnell genug fertig und  ich musste anschließend vor großem Publikum kochen. 

Ein Junge hat mich gefragt, ob er mir das Dorf auf seinem Roller zeigen kann. Für ihn ist es etwas tolles, er war stolz darauf, zu zeigen, dass ich auf seinem Roller mitfahre. Er winkte jedem zu und legte ein hoheitliches "hallo-nicken" an den Tag. Am Ende zeigte er mir sein Haus und stellte mich seiner Familie vor. Er lud mich ein, bei ihm zu schlafen. Kurzerhand habe ich das Zelt dann wieder abgebaut und bin in das 500m entfernte Haus umgezogen.

Genau solche Geschichten habe ich in Malaysia fast jeden Abend erlebt. Wäre jetzt aber zu lang, jede einzelne zu erzählen.

Das Dorf aus der gerade erwähnten Story, heißt übrigens Bertam und wurde 2014 Opfer einer riesigen Überschwemmung in Malaysia. Das Dorf wurde fast zur Hälfte zerstört und es waren nach der Überschwemmung mehrere NGO's vor Ort, die dort Notzelte, Essen und Häuser bereitgestellt haben. Mehrere Familien leben bis zum heutigen Tag in den Zelten der Hilfsorganisation.

Das Wetter in Malaysia war mit durchschnittlich 32 Grad zum Glück nicht ganz so heiß, wie in Thailand. Dafür gab es aber pünktlich  jeden Spätnachmittag einen heftigen Regenschauer. Einmal wurde ich leider auch von einem Sturm überrascht, der mir während der Nacht das Zelt meines Onkels Gregor so stark eingedrückt hat, dass das Gestänge des Zelts gebrochen ist. Das Zelt ist nach dem Fahrrad mein wichtigstes Equipment und ich benötige schnellstmöglich eine neue Zeltstange, die ich schon bei Vaude geordert habe. Das Zelt schützt mich in der Nacht vor Moskitos, Regen und vor anderen Tieren. Ohne ein Zelt würde ich - vor allem wegen der Moskitos - keine Nacht im Freien verbringen können. 

 

Weihnachten

Im letzten Monat hatte ich Tage, an denen ich Angst hatte, an Weihnachten alleine zu sein. Deshalb entschied ich mich am Ende dazu, Weihnachten und die letzte Woche vor Australien komplett in Kuala Lumpur zu verbringen. Nach 3 Wochen auf der Straße und leben in der einheimischen Gesellschaft, freut man sich um so mehr, wieder westliche Eindrücke aus der Heimat zu bekommen. Ich hatte den Eindruck, daß es in der Mega-Metropole Kuala Lumpur sogar mehr Weihnachtsdekoration als in Deutschland gab. Ich überlegte lange, was ich mir zu Weihnachten gönnen sollte. Weil ich das Essen so liebe und die letzten 3 Wochen nur Reis mit verschiedenen Beilagen hatte und es gestern zuhause Raclette und heute eine Weihnachtsgans von Oma gibt, entschied ich mich dazu, in ein gutes Buffet-Restaurant zu gehen - all you can eat. Ich recherchierte viel im Internet und begutachtete 5 verschiedene Restaurants in Kuala Lumpur. Alle waren gut, aber eher chinesisch angehaucht und sie waren alle komplett überfüllt. Als letztes ging ich in ein Restaurant, das sich im Grand Millennium Hotel - dem edelsten Hotel der Stadt - befunden hat. Ich hatte es zuvor im Internet recharchiert. "The Mill Cafe" war der Name des Restaurants und ich stellte schnell fest, dass das nicht meine Klasse war. Es war absolute Highclass und für Malaysia extrem teuer. 50 Euro für ein Dinner ist in Deutschland schnell bezahlt, aber in Malaysia muß man nach einem solchen Preisniveau schon lange suchen. Nach 5 Monaten verändert sich auch meine Denkweise über das Geld und es war selbst für mich ein bisschen übertrieben, wenn ich mir vorstellte, dass ich  hier an der Straßenecke auch leckeres Essen für 1 Euro bekomme und nach 2 oder allerspätestens nach 3 Euro bis obenhin komplett satt bin. Ich entschied mich, die 50 Euro nicht zu bezahlen. Stattdessen bin ich auf die Internetseite des Nobel-Restaurants gegangen und habe eine sehr liebe Email geschrieben. Das war das Ergebnis:

Ich erfüllte zwar nicht den Dresscode, aber wenigstens habe ich mir noch ein Marc O'Polo Shirt in Chinatown gekauft. 

Da das Dinner schon am 23ten war, hat für mich Weihnachten schon einen Tag früher begonnen. An Heiligabend habe ich den Abend bei "skypen mit der Familie", "Essen verteilen an Menschen, die auf der Strasse leben" und mit ein paar netten Leuten aus dem Hostel auf der Dachterasse inkl. BBQ verbracht. 

Am Ende war Weihnachten also gar nicht so schlimm wie erwartet, sondern ein schönes Fest. 

 

Ich werde Voraussichtlich noch 5 Tage in Kuala Lumpur verbringen und dann kurz vor Neujahr nach Perth in Australien fliegen.

Kuala Lumpur
Kuala Lumpur

Meine Etappe in Südostasien ist somit abgeschlossen und mein aktueller Kilometerstand hat sich auf 9300 Kilometer erhöt. Nach zweieinhalb Monaten Fahrradfahren in Asien ist es für mich Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen - Australien. In den kommenden Tagen wird noch ein abschließender Artikel über Asien erscheinen. Ausserdem gibt es eine neue Karte unter "my route", wo ihr meinen Reiseverlauf jetzt genauer verfolgen könnt. Ab Australien werde ich auch die täglichen Reiseetappen mit Kilometerangaben hinzufügen.

"Frohe Weihnachten"

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Kommentare: 9
  • #1

    Dia Mohn (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:27)


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  • #2

    Ted Belfield (Freitag, 03 Februar 2017 15:13)


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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.