Gegen den Sturm

Alles begann mit dem 2. Abend nach meinem Start in Australien.
Vor dem Schlafengehen war es noch klar und man sah den Vollmond aufgehen. Gemütlich habe ich noch mit einem netten Typ aus Bayern zu Abend gegessen, der mit seinem kleinen Camper-Van auch zufällig an dem Rastplatz, an dem ich zeltete, übernachtet hat. 
Als mich um halb 3 in der Nacht ein heftiger Donner geweckt hat, hatte es schon angefangen zu regnen. Am Abend hatte ich nur das Innenzelt aufgestellt. Bis ich die Zeltplane bei starkem Wind darüber spannen konnte, war alles schon pitschnass.
Richtig schlafen konnte ich wegen der vielen Pfützen in meinem Zelt nicht mehr. Um 5 Uhr habe ich meine nassen Sachen eingepackt und bin weitergezogen. Nach 2 Stunden anfahren gegen den Wind, kam der nächste heftige Schauer. Er war so stark, dass die Regentropfen auf der Haut Schmerzen verursachten. Mit dem Wind dazu wurde es auch noch eiskalt. Bei der nächsten Farm habe ich meine Sachen gewechselt und wurde von den Bewohnern mit einem heißen Tee und Gastfreundschaft wieder aufgerichtet. Als ich bei heftigem Gegenwind wieder gestartet bin, hat es keine Stunde gedauert, bis mein 3. Outfit komplett nass war. Mit nur 12 km/h Fahrtgeschwindigkeit wegen des Windes, hätte ich noch mindestens 6 Sunden durchfrieren müssen, um mein Ziel zu erreichen. Glücklicherweise hat mich der Regensburger aus Bayern, der mich mittlerweile mit seinem Auto eingeholt hat, aufgegabelt und 150 km zu einem kleinen Dorf mitgenommen.
Der Name des Dorfes war Hyden. Ähnlich wie damals im Himalaya stand ich vor der kniffligen Entscheidung, wie ich meine Route fortsetzen sollte.
Option 1: auf dem schnellsten Weg über eine 300 Kilometer lange Schotterstraße im Nirgendwo ostwärts Richtung Melbourne.
Option 2: einen 400 Kilometer langen Umweg auf der Hauptstraße fahren, mit Distanzen von bis zu 150 km zwischen 2 Ortschaften.
Die 300 km lange Straße ging durchs Outback, wo kein Dorf, keine Tankstelle oder kein Wassertank zu finden ist. Die einzige Information die ich hatte war, dass es auf der Strecke nach 100 km Goldminen gibt, in denen noch heute gearbeitet wird. Für mich bedeutet das: Wo es Menschen gibt, gibt es auch Wasser.
Neben dem Schulfach Englisch wurde jetzt das Fach Mathematik wichtig. Ich hätte nie gedacht, dass ich das in meinem Leben noch einmal brauche. Es ist eine Rechnung, die mein Leben retten kann. Eine einfache, simple, aber extrem wichtige Rechnung, bei der das Verrechnen zur Todesfalle wird.
An einem heißen Tag, an dem ich viel radle, brauche ich 10 Liter Wasser. Wieviel darf ich also pro 20km trinken, wenn ich nach 100 km meine Wasservorräte höchstwahrscheinlich auffüllen kann. Wie viel Wasser muss ich mitschleppen? Wieviel Tage brauche ich im Extremfall, wenn ich Gegenwind habe oder sonst etwas passiert? Kleine, aber lebenswichtige Überlegungen.
20 Liter Wasser mitzuschleppen, wäre unmöglich gewesen. Ich habe mich für 10 Liter entschieden, da ich mein Wasser bei den Mienen würde auffüllen können  und es wegen der Gewitter viele Pfützen mit Regenwasser gab. Das Wasserproblem war also gelöst. Ein Verdursten war wegen des vielen Regenwassers unmöglich.
Da ich in letzter Zeit sehr faul geworden bin, überlege ich mir bei jedem Kilometer, den ich fahre, ob er es Wert ist. Deshalb habe ich mich schnell für Option 1, die kurze 300km-Strecke, entschieden. Doch das Schicksal entschied anders.
Als ich in der Touristeninformation Bescheid geben wollte, dass ich auf der Straße unterwegs bin und vermutlich maximal 3 Tage dafür brauchen würde, um mich anschließen aus der Touristeninformation in Norseman (nächstes Dorf) zu melden, erfuhr ich, dass die Straße wegen Überschwemmung und zu viel Matsch für Fahrzeuge jeder Art gesperrt ist. Auch der Wetterbericht für die nächsten Tage meldete Regen. Da mich aber in dem kleinen abgelegenen Dorf, wo gefühlt das Ende der Welt war, nichts hielt, habe ich im Supermarkt einen großen Essensvorrat gekauft und wollte in der nächsten Früh durchstarten. Für die Nacht habe ich aber ein Dach benötigt, da meine kompletten Sachen und das Zelt nass waren und es in der Nacht nochmal regnen sollte. Wenn mehrere Tage lang schlechtes Wetter ist und die meisten Sachen schon nass sind, ist es fast unmöglich, die Sachen trocken zu bekommen. Dann wird es richtig kalt und ungemütlich. Aber man ist ja schließlich nicht aus Zucker und wird das schon überleben.
Als ich mein Zelt unter dem Vordach eines Sportheim  aufstellen wollte, sah mich zum Glück eine Frau, die Mitleid mit mir hatte. Am Ende gab es eine heiße Dusche, ein warmes Bett, gutes Oma-Abendessen, frische Kleider und eine Einladung, dort ein oder mehrere Tage Pause zu machen, um all meine Sachen zu trocknen. Die Pause kam mir vor dem anstrengenden Stück gerade recht und ich nutzte einen Tag, um die Regenphase zu überbrücken.
Mittwoch um halb 5 in der Früh bin ich schließlich erholt, ausgeruht und voller Motivation in einen kühlen Morgen gestartet. Ich habe sogar noch einen extra Rucksack geschenkt bekommen, damit mein Gepäckträger nicht das ganze zusätzliche Wasser aushalten muss.
Die Straße war wegen der vielen Regenfälle leider immer noch gesperrt. Das bedeutete, dass auf der ohnehin schon einsamen  Schotterpiste 0 Verkehr sein würde.
Ganze 11 Kilometer bin ich gekommen, bis mein hinterer Reifen brach. Die Felge hatte schon seit einem Monat einen kleinen Riss und ein Fahrradhändler sagte mir, dass sie irgendwann brechen würde. Eine neue Felge in gleicher Qualität hätte dort aber 400$ gekostet, weshalb ich mich damals dazu entschied, sie nicht auszutauschen. Wäre das ganze 150km später passiert, wäre ich erst einmal auf mich alleine gestellt gewesen, da die Straße noch gesperrt war und deshalb überhaupt kein Verkehr anzutreffen war. 
Jetzt stand ich dort, 11 Kilometer entfernt vom Dorf, mit einem kaputten Fahrrad. Nachdem ich mein ganzes Gepäck im Busch versteckt hatte und gerade aufbrechen wollte, sah ich einen Bauernhof, der nicht weit entfernt war. Ich lief hin, klingelte und fragte, ob mich jemand zurück ins Dorf fahren kann. Ihnen blieb eigentlich keine andere Wahl, als ja zu sagen, da dort draußen sonst nichts war. Mit meinem kaputten Reifen und den Wertsachen stand ich in der Früh wieder bei der Familie, die mich so freundlich aufgenommen hatte und wir recherchierten den nächsten Bikeshop. Er war sage und schreibe 200 Kilometer entfernt. Ein anderer 300 km weit. Dann wäre ich schon fast wieder in Perth gewesen, wo ich gestartet bin. Also war wieder Hitchhiking angesagt.
Am Ende des Tages bin ich über 700 Kilometer getrampt und habe genau 2 Fahrradläden besuchen können, die aber nur einfache, billige Räder verkauften und jeweils Teil eines Baumarkt waren. In Europa hätte ich mit derselben Strecke 3 Länder durchqueren können, dabei wollte ich nur einen Fahrradladen finden! Die Frustration, Wut und Verzweiflung, die mich erfassten, könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Ich musste teilweise 1 bis 2 Stunden auf ein Auto warten. Sogar die Polizei hat mich einmal mitgenommen, allerdings nur bis zur nächsten Bushaltestelle und mit der Empfehlung, den Bus zu nehmen und für den Fall, daß keiner mehr kommen würde, in einem Motel zu schlafen. Fürs Warten bin ich einfach nicht gemacht. Zu guter Letzt bin ich bis 10 Uhr Nachts getrampt, bis mich einfach niemand mehr mitgenommen hat. In einem kleinen Dorf, 70km vor Hyden, wo ich bei einer Familie im Haus hätte schlafen können, war dann Schluss für mich. Mit dem Wind wurde es richtig kalt und ich hatte nur eine kurze Hose und eine dünne Jacke an. Mit dabei hatte ich den Reifen, meine Wertsachen, Datteln und eine Wasserflasche. Ich habe schon lange nicht mehr so gefroren. Bis 11 Uhr bin ich auf den leeren Straßen im Dorf umhergelaufen, bis ich mich dazu entschied, in das öffentliche Toilettenhaus zu gehen, weil dort kein Wind blies. Aus Abtrockentüchern baute ich mir eine Unterlage zum schlafen und stopfte mir wie ein Penner zusammengeknüllte Abtrockentücher unter die Jacke, damit es wärmer wird. Zusammengezogen lag ich dann die ganze Nacht über auf dem kalten Steinfußboden mit den Papiertüchern unter mir und einem kaputten Rad neben mir. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zerstört. Meine Gefühle, meine Geduld und mein Körper waren am Ende und am absoluten Tiefpunkt. Ich wusste nicht mehr, wie es weitergehen sollte.
Am nächsten Morgen habe ich mich um halb 6 wieder an die Straße gestellt. Dort stand ich dann noch 4 Stunden total übermüdet und fertig mit der Welt, bis mich jemand mit nach Hyden genommen hat. Am Ende war es bis auf die Erfahrung, wie scheiße es mal laufen kann und wie es sich anfühlt, ein Penner zu sein, umsonst. Jetzt hieß es entweder zurück nach Perth zu gehen oder mit der Familie in die letzte 'größere' Stadt (6h Autofahrt) vor der Nullarbor-Eben, dem 1600km langen Nichts, zu fahren und dort auf 2 andere Fahrradläden zu hoffen. Bevor ich mich für die 2. Variante entschieden habe, habe ich die Fahrradläden in der größeren Stadt Kalgoorlie kontaktiert, um sicher zu gehen, dass es dort ein passendes Hinterrad gibt.
Zu dem ganzen Pech kommt jetzt auch noch, dass mir viele Steine für meine weitere Reiseplanung in den Weg gelegt wurden und ich ein Zeitlimit habe, da der Flug schon gebucht ist. Ich muss langsam wieder vorwärts kommen und müsste jetzt einen Monat lang 100 Kilometer pro Tag fahren.
Diese Woche war bis jetzt die schlimmste auf meiner Tour. Bis auf die netten Leute stellte sich alles gegen mich.
Vor allem am Anfang war es für mich sehr schwer, sich wieder auf die Einsamkeit einzustellen, weil ich die 3 Wochen davor eine gute Freundin und einen Haufen netter Leute um mich herum hatte. Mein Plan war es anfangs, mehrere Tage auf einem Mountenbike Trail zu fahren. Ich dachte, dass dort vielleicht auch andere Fahrradfahrer unterwegs seien, aber in 7 Stunden war ich immer noch niemanden begegnet und alleine im Wald hatte ich dann auch keine Lust mehr. Diesen schnellen und starken Kontrast habe ich einfach nicht ausgehalten und bin deshalb wieder auf einer Straße gefahren, wo wenigstens ein paar Autos unterwegs waren. Dann der Sturm, gesperrte Straßen, Felgenbruch, Klohaus-Nacht und Zeitverlust. Das einziges Glück in den letzten Tagen war die unglaublich nette Familie, die mich aufgenommen hat. Und dass der Vorfall mit dem Reifen schon nach 11 km passiert ist. 
Australien ist extrem weitläufig, man muss seinen Vorrat an Wasser und Essen immer gut planen. Die meisten Leute in Australien leben in Perth, Sydney, Melbourne und an der Ostküste. In West -und Südaustralien ist man schnell außerhalb der Zivilisation und kommt alle 100 Kilometer in ein eingeschlafenes Örtchen, das genau eine Tankstelle, einen Caravanpark und einen Minimarkt hat. Das macht das Thema Einsamkeit nicht gerade einfacher. Mittlerweile habe ich mich aber wieder erholt und  meinen schwierigen Start verkraftet.
Mein Fahrrad konnte ich heute nach 6h Autofahrt endlich richten lassen. Es hat sich herausgestellt, dass die alte Felge in der Mitte komplett durchgebrochen war und ausgetauscht werden musste. Der Spaß hat mich 200 Dollar gekostet. Jetzt ist aber alles wieder in bester Ordnung - hoffe ich - und ich kann morgen wieder starten. Die 300 km Kurzstrecke hat sich somit erledigt und ich bin im Moment in der letzten größeren Stadt vor der Nullarbor-Ebene. Vor mir habe ich mit 145 Kilometer das längste gerade Straßenstück der Welt und die 1600 Kilometer lange Nullarbor-Ebene, wo es unterwegs nur ein paar Tankstellen gibt. Wasser- und Essensrationen müssen wieder extrem gut geplant und organisiert werden, da die Distanz zwischen den einzigen 2 Dörfer 1200 km beträgt und zwischen den Tankstellen bis zu 180 km Strecke liegt, auf der es kein Wasser aus der Leitung gibt, sondern nur teuer in Flaschen gekauft werden kann.
Diesmal gibt es leider keine Bilder und Videos, weil ich keinen Computer zu Verfügung hatte. Nach dem bevorstehenden Stück werde ich aber wieder Bilder und Videos hochladen können. 

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.