Mama und Papa, es geht Richtung Heimat

 

Schon in Nepal, als ich mit einem Radfahrer aus Frankreich einen Monat zusammen gefahren bin, der über 3 Jahre fahren wollte, wurde mir klar, dass mir Australien noch zu wenig war. Ich habe mir also die Frage gestellt, wieso sollte ich schon aufhören. Von anderen Reisenden wird man zusätzlich auch ständig neu motiviert und inspiriert. In Asien habe ich dann gemerkt, dass ich noch Zeit habe und wesentlich billiger als gedacht unterwegs bin. Zeit und Geld bedeutete für mich dann klar und deutlich: "Weiter fahren".
Das Wohin hat sich erst gegen Ende Asiens entschieden. Nachdem ich in Bangkok und Chiang Mai in Thailand viele tolle Leute aus Mexiko kennengelernt habe und ich schon etliche Einladungen nach Mexiko hatte, stand für mich Süd-Amerika fest. Die offenen Menschen, die ich von dort kennen gelernt habe und das südamerikanische Flair reizten mich schon gewaltig. Doch leider liegt das auf der anderen Seite des Globus und nicht auf dem Nachhauseweg. Das bedeutet, einmal um die halbe Welt fliegen und nochmal um die halbe Welt zurück nach Europa. Das machte für mich wenig Sinn. Außerdem hatte ich mir überlegt, vielleicht in ferner Zukunft mal eine Tour vom schneebedeckten Alaska bis ans Ende der Welt zu unternehmen, wofür man mindestens ein Jahr benötigt.

Neuseeland liegt nahe, war aber auch kein Thema für mich, weil ich nicht alleine die vielleicht schönste Landschaft der Welt sehen wollte. Es ist vielleicht ein bisschen mehr besiedelt als Australien, aber trotzdem wird man, wenn man dort durch die tolle Natur fährt, höchstwahrscheinlich oft alleine Campen. Insbesondere wenn man die besten und abgelegensten Spots sehen möchte. Auch kulturell und in Bezug auf die Menschen hat es, denke ich, viele Ähnlichkeiten mit Europa und Australien. Ich habe mir gedacht, dass ich dort lieber mal mit jemanden zusammen hin fahre und dann kann man die Einsamkeit, die tolle Natur und die schönen Campingspots auch mehr genießen. 
Deshalb habe ich nochmal auf die Weltkarte geschaut und den Kontinent Afrika entdeckt. 

  • Von Südafrika bis nach Eichstätt in Bayern?
    -> schien mir zu lange. 
  • Von der Mitte aus, von Tanzania oder Kenya, über die Ostküste mit z.B. Sudan, Ägypten und Libyen?
    -> nein 1. in Ägypten war ich schon 2. es ist extrem viel Wüste und 3. was die Sicherheit in Sudan und Libyen angeht vielleicht auch keine gute Entscheidung. Außerdem lange Distanzen, wo ich keinen Bock mehr drauf habe.

Bleibt also nur noch Westafrika übrig, wofür ich mich Anfang Dezember entschieden habe. Gerade jetzt bin ich in Benin. Der letzte Abschnitt meiner Tour geht durch ganz Westafrika. Durch BeninTogoGhana, Cote d'ivoire ,Guinea, Sierra Leone Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Mauritanien, West-Sahara und Marokko. Anschließend möchte ich ein Schiff von Marokko nach Süd-Frankreich nehmen und über Europa zurück nachhause fahren. So weit mein Plan. 

Nigeria habe ich wegen der schwierigen Visabeschaffung und der bedenklichen Sicherheitslage noch ausgelassen und fange deswegen in dem französisch sprechenden Land Benin an. Im ersten Teil in Westafrika gibt es viele kleine Länder in denen oft französisch gesprochen wird. Nach dem Senegal fängt in Mauritanien dann die Wüste, die Sahara, an, wobei ich sicher nicht vorhabe, durch die ganze West-Sahra zu radeln. Mauretanien ist bis jetzt das Land, über das ich am meistsen recherchiert habe. Die Sicherheit ist dort, wie es im Internet steht, wegen der vielen terroristischen Gruppierungen, wie z.B. Al-Qaida, nicht die beste. Es besteht ein sehr hohes Anschlags -und Entführungsrisiko. Doch wie ich jetzt schon oft auf meiner Reise feststellen musste, wird im Internet maßlos übertrieben. Ich bevorzuge aktuelle Reiseberichte von Travelern und anderen Tourenfahrer. Es gibt aber leider nicht viele, die die westafrikanische Route wählen. Trotzdem darf man auf keinen Fall die Warnungen im Internet über Mauretanien und andere Länder ignorieren und muss sich gut informieren und auch spontan für Planänderungen offen sein.

Das ist also mein Plan und kein versteifter Gedanke den ich auf Leben und Tod durchziehen muss.

 

"Ein Abenteuer beginnt für mich da, wo die Komfortzone aufhört und die Wahrscheinlichkeit zu Scheitern die 50%-Marke ansteuert."

 

 

Die Vorbereitung für Westafrika war nicht ausgesprochen aufwendig, aber auch nicht einfach. Recherche, Impfen und Visabeschaffung. Die Recherche viel sehr mager aus, da ich die meiste Zeit auf meinem Fahrrad war und kein Internet hatte. Nur in den Pausen habe ich viele Stunden vor dem PC verbracht. Das Problem war, wie oben schon erwähnt, dass es außer Ghana, keine typischen Touristenländer, sondern oft Drittweltländer sind. Dementsprechend findet man wenig Reiseinformationen.

Nachdem ich das 7. Krankenhaus in Kuala Lumpur besucht habe und alle keinen Impfstoff gegen Gelbfieber hatten, blieb mir am Ende nur noch das private Medical Center in den Twin Towers in Kuala Lumpur übrig. Das ist mit Abstand das teuerste Gebäude in der Stadt. Die Krankenkasse hat keinen Cent gezahlt.

Das Thema rund ums Visum war wieder eine Wissenschaft für sich. Jedes Land hat komplett andere Gesetze und möchte andere Dokumente haben. Manchmal muss man es in Deutschland beantragen, manchmal im Nachbarland und für Benin sollte ich mein Visum sogar in Japan beantragen, weil es in Australien keine Botschaft gab und die Botschaft in Deutschland sich erst geweigert hat, mir eins auszustellen. Davon abgesehen werden auch Flugtickets von Hin- und Rückflügen verlangt, die ich nicht habe. Um solche solche Probleme zu klären, muss man schon persönlich in die Botschaft kommen und klar machen, dass man mit dem Fahrrad unterwegs ist und und und... Wenn man das über das Telefon versucht, wird einem nur gesagt, dass es nicht möglich ist, weil das ein Gesetz ist und und und... .
Es wurden mir etliche Steine in den Weg gelegt. Aber nach viel nervenaufreibender Arbeit habe ich jetzt die Visa für Benin und Ghana. Für das dazwischenliegende Land Togo bekomme ich ein 7 Tagesvisum an der Grenze. Beide Visa musste ich in Deutschland beantragen. Zum Beispiel Flugtickets, die von Deutschland starten müssen inkl. Rückflug habe ich mit der Business Class der Lufthansa buchen müssen, da das die einzige Möglichkeit war, sie anschließend wieder kostenlos zu stornieren. Dabei hatte ich aber kein gutes Gefühl, als plötzlich 3000 Euro weniger auf dem Konto waren. Man weiß ja nie, was schlief läuft. Aber es hat zum Glück alles geklappt. Wer weitere Fragen zur Visabeschaffung in Westafrika - oder auch alle anderen Länder wo ich war - hat, kann mich gerne Fragen. Ich bin jetzt ein Experte auf diesem Gebiet. Für alle anderen Länder muss ich das Visum meist in der Hauptstadt im Nachbarland davor beantragen.

Ich bin total aufgeregt und habe eine riesige Vorfreude, was mich in Westafrika alles erwarten wird. Ich bin mir ganz sicher, das mich dort eine komplett andere Welt erwarten wird. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich auf meinen letzten Part freue. In Australien war ich mit meinen Gedanken schon längst in Westafrika, was vielleicht auch der Grund ist, warum mir Australien nicht so sehr gefallen hat. Ich war vor meinem geistigen Auge einfach schon in Westafrika. Oft denke ich an den Flug von Europa nach Indien, wo ich das erste mal eine Welt gesehen habe, die auf einem komplett anderem Lebensstandard basierte als unsere daheim oder in Australien. Viele Länder durch die ich fahren werde, sind die ärmsten Ländern der Welt und werden als dritte Welt Länder bezeichnet. Ich glaube, wenn ich ankomme, habe ich ein ähnliches Gefühl wie damals in Indien, vielleicht noch krasser. Ein Gefühl voller Gänsehaut, dass ich nicht in Worte fassen kann. Man muss es selbst hautnah erlebt haben. Vor lauter neuen Eindrücken die man bekommt, neue Kulturen, Staunen und anderen Menschen kommt man nicht mehr zum Nachdenken. Das war wahnsinnig toll! Mich erwarten Länder in denen es noch heute Sklaverei gibt und Hungernöte auf der Tagesordnung stehen. Aus mehreren Berichten habe ich erfahren - und bin auch darauf vorbereitet - dass der Unterschied zwischen Weißen und Farbigen eine große Rolle spielt. Eigentlich wird man dort als reicher weißer Man identifiziert. Das Fahrrad ist dort aber ein Zeichen für Armut und zeigt, dass man kein Geld für ein Auto hat.

Ich komme also nicht als reicher weißer Tourist dort unten an, sondern werde als weißer Fahrradfahrer Westafrika durchqueren. Wie die Leute auf diese Kombination reagieren wird auf jeden Fall sehr interessant werden. 

Eins ist jedoch sicher: Ich werde in einer komplett anderen Welt ankommen und einen gewaltigen Unterschied zu der Welt sehen, die ich gerade verlassen habe. 

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.