Gefühlshochburg

Als ich am 28.04 das erste mal von Weitem den Hafen inklusive großem Schiff gesehen habe, lief mir eine Gänsehaut über den Rücken. Ich radelte einfach nur noch nonstop ohne Halt mit einem Höllentempo die letzten 25 km Richtung Hafen. Angekommen mussten ich und mein Fahrrad durch etliche Scanner. Dann noch einen Stempel holen und endlich stand ich vor dem Schiff, dass mich binnen 2 Tagen nach Seté in Süd-Frankreich bringen sollte. Mit einem Zwischenstop in meiner Lieblingsstadt Barcelona. Die Gefühle in meinem Bauch kann ich euch kaum beschreiben. Es war einfach toll, vor diesem großen Kahn zu stehen, an Bord zu gehen und die Kabine zu beziehen.

Jetzt war klar, dass Afrika endgültig vorbei und geschafft war. Das Schiff brauchte 2 Tage bis Frankreich und meine Gedanken hatten freien Lauf. Anstatt über Zuhause und Europa musste ich viel über das Reisekapitel Afrika nachdenken.
Es war gut, dass Afrika als letztes dran war und ich nicht mit Westafrika angefangen habe. Die Gelassenheit, das Einfühlungsvermögen, sich schnell an etwas zu gewöhnen und Durchhaltevermögen, Dinge die ich auf meine Tour gelernt hatte, waren in Westafrika sehr wichtig. Ich war erfahrener am Beginn der Reise und konnte somit viele schwierige Situationen in Westafrika besser bewältigen. Westafrika war meiner Meinung nach das schwierigste Gebiet meiner Tour. Schlechtes Essen und oftmals auch keine andere Wahl der Nahrung, korrupte Grenz- und Polizeibeamten, wenig englisch sprechende Leute, große Armut und einfach eine sehr verschiedene Lebensweise in Gegensatz zu unserer. Die extrem andere Lebensweise war oftmals okay für mich, doch es gab auch Tage, an denen ich den gewohnten europäischen Lebensstil der 1. Welt brauchte. Sei es eine kühle Cola zu trinken oder sich mal von einem westlichen Hotel sponsern zu lassen, in dem ich mich erholen konnte. Des weiteren hat mich das Wetter sehr gefordert und ich erlebte einige wirklich harte Momente. Die Landschaft und Natur war nicht überragend. Sie waren oft sehr vermüllt und eintönig. 
Doch ich bin unglaublich froh, dass ich mich entschieden habe, nach meinem Australienaufenthalt nach Westafrika weiterzureisen.
Die Welt dort ist komplett anders als in Europa, Indien oder Asien. Es gab so unendlich viele neue Sachen zu sehen und das hat mich am Schluss auch ein Stück weit verändert. Ich habe viele Einblicke ins afrikanische Leben bekommen, wie die Leute ihren Alltag meistern und welche Probleme sie haben. Probleme, die ganz andere Maßstäbe haben und viel ursprünglicher sind als unsere Probleme zuhause. Die 2 Monate radeln und leben in Westafrika haben mich ein weiteres Stück von der Welt sehen lassen und meine Augen weiter geöffnet. 
Genaueres dazu, welche Probleme, welches Lebensniveau und wie es dort unten genau ausgesehen hat, möchte ich euch später nach meiner Tour in einem kleinen Dokumentarfilm zeigen. Es ist schwierig das mit Worten zu erklären, man muss es sehen.
Doch davor werde ich mit meinem Fahrrad über Frankreich, Italien, die Schweiz und Lichtenstein zurück nach Deutschland radeln. Als allererstes muss ich jetzt aber vom Schiff runter.
Und dann kam er, dieser eine Moment, in dem ich das erste mal nach 9 Monaten wieder europäischen Boden unter den Füßen hatte:
Noch 1 Meter und meine Füße berührten europäischen Boden. Schon jetzt hatte ich ein paar Freudentränen in den Augen. Mutterseelenallein bin ich aus dem riesigen Schiff gelaufen, mit Blick auf die schöne französische Stadt Seté. Mein Herz pochte und ich machte den ersten Schritt vom Schiff. Gänsehaut am ganzen Körper!
Ich radelte durch den Hafen, und war innerhalb von 5 Minuten aus dem Hafen draußen, war mitten im Zentrum von Seté. Plötzlich war ich abgetaucht in eine bekannte, aber in dem Moment völlig neue Welt. Ich war total überfordert. Ich wusste nicht, was ich als erstes machen sollte. Soll ich in den Supermarkt, gleich zu meiner Verwandtschaft fahren, oder in ein Café gehen? Ich radelte erst mal eine Stunde lang in der Stadt auf und ab und bestaune einfach alles. Dann habe ich ein paar Euros abgehoben und mich in ein Café gesetzt. Da saß ich nun, in einem Café, in einer Ecke, alleine am Tisch. Mit Blick auf eine saubere, schön strukturierte und ruhige Fußgängerzone. Ich beobachtete die Menschen und alles kam mir bekannt, aber in dem Moment auch so fremd vor. Das erste mal sah ich wieder Mode! Beinahe jeder war gut, schick und modisch gekleidet. Etwas was ich überhaupt nicht mehr gewohnt war. Ich selbst wusste nicht mehr, was ich denken sollte und war vor lauter Glück, bekannten Sachen und den Momentaufnahmen total überfordert. Ich fühlte mich wie in einem unrealistischen Traum. Ich fühlte mich wie jemand, der überhaupt nicht zu diesen Menschen passt, wie ein völlig Fremder. Und das, obwohl ich eigentlich aus Europa komme. Ein normales europäisches Café, wo der Cappuccino 3,20€ kostet, alles sauber, stylisch und ordentlich, das war ich einfach nicht mehr gewohnt. Andauernd hatte ich nasse Augen und beobachtete fast 2 Stunden lang die Menschen auf der Straße. Es musste alles erst einmal auf mich wirken, bevor ich wieder richtig zu mir kam. Ich konnte die ganze Situation noch nicht ganz begreifen, musste an all meine Erlebnisse in Afrika denken und stellte schon in der ersten Stunde fest, dass ich damals die beste Entscheidung der Welt getroffen habe. Mein Fahrrad zu nehmen und andere Welten in unserer Welt  zu sehen, zu erkunden und kennenzulernen. Als ich wieder ein bischen zu mir kam und meine Gedanken sich für einen Moment beruhigten, machte ich mich auf den Weg in einen großen Supermarkt und kaufte für 25€ leckere Lebensmittel.
Als nächstes bin ich mit dem Zug in 15 Minuten nach Beziers gefahren. Eine Stadt in der ich in meinem Leben sicher schon mehr als 10 mal war. Ich ging aus dem Bahnhof, kaufte mir, wie damals immer, einen Kebab und setzte mich in den davor liegenden Park. Es waren alles Dinge, die ich schon früher als Kind dort gemacht habe.
Jetzt nach so einer Reise an einen solchen Ort zurück zu kommen löst Gefühle aus, die unbeschreiblich sind und die man sein Leben lang nicht vergessen wird. Für mich war es wie die erste Begegnung mit diesem Ort.
Die letzten Tage habe ich bei meiner Cousine und meiner Tante in La Flayssiere, einem kleinen Hof mitten in der bergigen Natur in Süd-Frankreich verbracht. Der Hof gerhört zur Arche-Gemeinschaft, eine Gemeinschaft die versucht, nach den gewaltfreien Prinzipien Gandhis zu leben. Es gibt Kühe, eigene Milchprodukte wie Käse und Butter, einen Selbstversorgergarten und eine Töpferei. 

An einem besseren Ort hätte ich meine ersten Tage in Europa nicht verbringen können. 

...sei es Kuehe melken

...von der Weide holen

...Zeit mit der Familie


 

...oder einfach das französische Essen genießen.

Und jetzt ist die Zeit gekommen, den Heimweg zu meiner Familie und meinen Freunden anzutreten. Wenn alles nach Plan verläuft, sehe ich am Wochenende des 21/22. Mai das erste mal nach fast einem Jahr das Ortsschild von Eichstätt wieder.

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Kommentare: 11
  • #1

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  • #2

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  • #7

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  • #11

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Kommentare: 30
  • #1

    Jakob (Freitag, 07 August 2015 13:40)

    Gute Reise. Buen Camino. Ultreia.
    Von Herzen Jakob

  • #2

    Tanja (Dienstag, 11 August 2015 22:05)

    Hab eine schöne und erfahrungsreiche Reise.
    Komm vor allem wieder heul und gesund zurück!

  • #3

    Anke (Dienstag, 15 September 2015 18:44)

    hey , Basti vielen Dank für deine Mühe uns an deiner Reise so teilhaben zu lassen
    da gehen die Emotionen mit rauf und runter. Danke für deine Offenheit.

    Liebe Grüße
    Mama

  • #4

    fromut (Donnerstag, 17 September 2015 11:23)

    Basti-on.tour
    wo steckst du nur?
    Alle meine Freunde suchen dich heute
    und sind doch recht erfahrene Leute!

    Du steckst im Computer,
    wir drücken und drücken
    und finden dich endlich zu unsrem Entzücken.

    Gefällt dir Srinagar, ober besser Laos-
    und gibt es dazwischen auch mal ein Chaos?

    Du radelst und radelst bis in die Puppen
    und lebst vielleicht nur noch von Tütensuppen.?

    Such' dir was kräftiges für deinen Magen,
    dann kannst du auch weitere Stürme ertragen!

    Such' neue Freunde aus aller Welt,
    dann geht es dir gut, und es reicht auch das Geld!

    Wir danken dir, dass wir teilnehmen können
    ohne dir hinterherzurennen!

    Was immer auch geschehen mag-
    bleibe behütet an jedem Tag!


    Deine Großmutti

  • #5

    Rainer & Ingrid (Donnerstag, 17 September 2015 18:08)

    Eine fantastische Leistung, und vor allen Dingen sind deine Berichte spannend,

  • #6

    Susanne Richter (Sonntag, 20 September 2015 10:49)

    Lieber Basti,
    wir freuen uns, daß Du uns an Deiner Reise teilnehmen lässt. Wie gut, dass Du so offen für die Fremde und neue Erfahrungen bist. In Deutschland kommt jetzt mit den Flüchtlingsströmen "die Welt ins Haus". Da werden wir "Weltenbürger" wie Dich brauchen. Weiter gute Reise, alles Liebe und viel Glück!
    Susanne und Harald

  • #7

    Anke (Donnerstag, 08 Oktober 2015 19:03)

    Hey basti,
    ich hab Ztränen gelacht bei deinem "Genußvideo"

    liebe Grüße
    Anke

  • #8

    fromut (Samstag, 10 Oktober 2015 15:12)

    Hallo, Sebastian, Hallo, hallo,
    wo radelst du heute, erzähle mir, wo?

    In Indien bist du, dem riesigen Land,
    das ist mir leider recht unbekannt.

    So find' ich es spannend, was du erlebst
    und dass du die Abenteuer weitergebst!

    Dein schlimmer Unfall war keine Freud
    das tut uns allen von Herzen leid!

    Die gastfreundlichen Inder halfen vergessen
    mit einem Super - Familienessen.

    Bleib weiter behütet, mach's weiter gut
    das wünscht dir deine Großmutti Fromut.

  • #9

    Ingrid und Rainer (Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:29)

    Hallo Basti, du nimmst uns mit auf dieser Tour, an den Gedanken selbst

    diese Berge zu fahren könnte ich mir selbst im Traum nicht vorstellen.
    Deshalb lese ich lieber was du erlebst.

  • #10

    fromut (Donnerstag, 29 Oktober 2015 11:11)

    Lieber Sebastian, ich grüße dich heute
    und mit mir manche befreundete Leute.

    Du lernst viele fremde Menschen kennen,
    ich will da besonders die Mönche nennen.

    Du darfst dein Lager im Tempel richten,
    doch die Essensberge schaffst du mitnichten.

    Die Käfer schwimmen in der Suppe herum,
    die Schlangen am Wege – das wird dir zu dumm!

    Und wenn dir die Hitze wird einmal zu viel,
    dann denk an zuhause, bei uns ist es kühl!!

    Großmutti

  • #11

    Matthias (Donnerstag, 29 Oktober 2015 21:48)

    Hi Basti, für deine Tour durch Laos wünsche ich dir eine immer gut gefüllte Wasserflasche, ein weiterhin treues, standhaftes Radl und viel Gelassenheit auch bei sehr einfachen Verhältnissen! Pass auf dich auf und mach weiter so tolle Erfahrungen! Ich lese alles in deinem Blog (und beneide dich ein bisschen). Matthias

  • #12

    Margarete (Mittwoch, 04 November 2015)

    Hallo Basti, ich freu' mich für dich, dass du so interessante Efahrungen machen und so viel Gastfreundschaft erleben kannst! In la Flayssière verfolgen wir auch deine Reise mit, zittern bei Abgründen und verrückten Lastwagenfahrern, betrachten erfürchtig die tollen Landschaften und sind erleichtert, dass du so gut durchkommst und anscheinend immer wieder mit leckerem Essen verpflegt wirst. Gute Reise weiterhin, geniesse Deine Freiheit und die vielfältigen Begegnungen, alles Liebe, Margarete

  • #13

    Renate & Heinz (Dienstag, 17 November 2015 18:52)

    Hallo Sebastian!
    Unsere Gedanken sind oft bei Dir. Wo bist Du wohl heute und wie geht es Dir? Ist Dein Fahrrad noch ein treuer Begleiter? Bei uns ist der Herbst eingezogen. Er war sehr bunt und prächtig. Heute was es stürmisch und die Bäume haben alle Blätter abgeworfen. Oma und Opa grüßen Dich ganz herzlich und senden Dir einen weiteren Schutzengel mit auf den Weg! Davon kann man nie genug haben!

  • #14

    Fromut (Donnerstag, 19 November 2015 14:16)

    Lieber Basti, heut' hab ich an dich gedacht
    und schnell ein neues Gedicht gemacht.

    Viel arme Menschen leben in Laos -
    und bei dir selber gibt es mal Chaos:

    Ein böser Mann überfährt deinen Helm -
    die Polizei hält ihn für einen harmlosen Schelm.

    Die Straßen sind steil und strengen dich an,
    doch dann erscheint plötzlich der Alex – Mann
    mit einer edlen Schokolade von Lindt,
    da kannst du dich freuen wie ein Kind.

    Doch du fährst auch mal mit dem Boot und dem Bus
    und gibst den Sponsoren dafür einen Kuß?

    Bleib weiter gesund und munter und fit
    mit guten Wünschen reisen wir mit.

    Großmutti

  • #15

    fromut (Samstag, 21 November 2015 11:47)

    Eine Karte aus Laos kriegt nicht jede Frau,
    deshalb wurde mir schon ein bisschen mau
    wenn ich die Mönchlein betteln sehe
    und die fremde Religion nicht verstehe.
    Die alte graue Oma darf essen geben -
    wahrscheinlich hat sie selber nicht viel zum Leben.
    Ihre kleine Enkelin spielt fröhlich daneben,
    vielleicht wird sie einmal nach Höherem streben.

    Ich habe mich über die Karte gefreut
    und danke dafür, lieber Basti, heut'
    und wünsche für morgen
    nur wenige Sorgen,
    lieber Glück und viel Segen
    auf all deinen Wegen!
    Großmutti

  • #16

    fromut (Samstag, 12 Dezember 2015 20:21)

    Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
    auf die Erde nieder, bis es auch Basti find't.

    Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,
    fährt auf allen Wegen mit dir weit hinaus.

    Ist auch dir zur Seite, still und unerkannt,
    dass es treu dich leite in dem fremden Land.

    Steck eine rote Kerze in den Sand so weiß,
    dass sie still dir leuchte ob es kalt ob heiß.

    Wenn wir Sehnsucht haben, sind wir dir sehr nah,
    lachen oder weinen, Mamma und Papa.

    Und die alte Mamma friert Lebkuchen für dich ein,
    du darfst von ihnen träumen, bis du bist daheim.

    Deine Großmutti

  • #17

    Heinz&Renate&Mareike&Gregor (Donnerstag, 24 Dezember 2015 22:05)

    Lieber Enkel, Neffe, Freund und Basti :-)
    Es ist der 24te Dez, 22Uhr und wir sitzen am Tisch in der Bahnhofstrasse zwischen Plätzchen, Geschenken und Punsch und denken an Dich - JETZT ! Wir senden Dir herzliche Weihnachtswünsche und hoffen dass Du Sehnsucht nach uns hast, befürchten aber dass die weisse Trauminsel mit einem traditionellen dt. Familienfest mithalten kann. Die Gans werden wir dann - wie besprochen - im Sommer grillen :-)

  • #18

    Fromut (Donnerstag, 07 Januar 2016 20:07)

    Ich bin allein, der Regen rinnt,
    und draußen spielt kein einziges Kind.
    Doch gestern kam die Familie ins Haus,
    Matthias und Eva mit dem Mittagsschmaus.
    Die gute Lasagne wollte tanzen gehen -
    und kam erst auf dem Fußboden zum Stehen.
    Die Nudeln flogen durch die Küche herum -
    das war sehr dumm.
    Sie landeten auch auf meinem Unterarm,
    dass Gott erbarm !
    Doch als später die Eichstätter kamen,
    bekommen wir einen neuen Rahmen
    und haben zum Harfenspiel gesungen,
    vielleicht ist es bis zu dir geklungen

    Deine Großmutti

  • #19

    Fromut (Dienstag, 12 Januar 2016 10:57)

    Weihnachten ist vorüber, der Alltag beginnt
    und unser ferner Sebastian schwimmt,
    schwimmt von Asien nach Australien hinüber
    und jeder fragt sich: Wann kommt er wieder?

    Will er etwas ganz Anderes ausprobieren,
    vielleicht die Kängurus dressieren?
    Oder belebt ein Besuch aus der Heimat ihn neu,
    Antonia und Freunde kommen vorbei?

    Es bleibt spannend für Dich und für uns alle Zeit,
    wir wünschen viel Mut, Gesundheit und Freud,
    bleibe behütet auch im Neuen Jahr,
    dieses ist gewisslich wahr!

    Großmutti

  • #20

    Anke (Montag, 25 Januar 2016 06:10)

    Hey basti,
    schön das ich heut morgen wieder ein Stückchen mit dir reisen durfte.
    das genieße ich immer sehr und hebt meine Laune !

    liebste Grüße
    Anke

  • #21

    Fromut (Samstag, 30 Januar 2016 14:29)

    Die Sonne scheint so warm wie im Mai,
    ist steig' auf mein Radl und fahre, o mei,
    und fahre zu Freunden, um dich zu sehn
    im Computer – Australien, mei, ist das schön!

    Es geht dir anscheinend immer noch gut
    auf staubigen Pisten und ohne Hut.
    Du findest nette Leute, die für dich sorgen
    und genügend zu essen für heute und morgen.

    Wenn die Sprache nicht klappt, wird viel gelacht
    und mit Händen Füßen Gaudi gemacht!
    Fahr tapfer weiter, auch wenn es mal kracht
    und bleibe behütet bei Tag und bei Nacht.

    Deine Großmutti

  • #22

    fromut (Montag, 01 Februar 2016 11:53)

    Heute regnet es hier, aber bei dir noch schlimmer,
    davon haben wir wohl keinen Schimmer.
    Wenn dazu auch noch der Sturmwind braust -
    und unser Sebastian ist unbehaust!
    Wenn du dann aus nasser Wäsche schaust,
    es deiner Familie zu Hause graust.

    Die Schotterpisten mag das Rad nicht,
    so dass der Hinterreifen bricht
    und die Werkstatt ist weit -
    australische Einsamkeit lang und breit.
    Nach langem Warten kommt ein Auto vorbei
    und hört gleich deinen Hilfeschrei!

    Aus Malaysia kam eine Karte zu mir
    dafür danke ich von Herzen dir!
    Bleibe weiter behütet und gesund
    mag es geradeaus gehen oder rund.

    Deine Großmutti

  • #23

    Alwin (Samstag, 13 Februar 2016 08:24)

    Du bist so bescheiden, dass du eine gesamte Internetseite darüber hast, wie toll und hart du bist.

  • #24

    fromut (Montag, 07 März 2016 11:46)

    Hallo, Sebastian!

    „Die Deutschen in Melbourne“ - net.
    besorgen dir weiter Essen und Bett.

    Ein Interview macht dich bekannt
    in Städten und Dörfern, im ganzen Land.

    Eine Einladung kommt aus dem Kindergarten
    wo die kleinen Zwerge den „Radler“ erwarten.

    Doch die „Great Ocean Road“ ruft dich bei starkem Sturm,
    da fühlt man sich wie ein gebeutelter Wurm!

    Junge Landsleute aus Bayern kommen zu Hilf '
    mit Barmherzigkeit zwischen Hügeln und Schilf.

    Das Ziel kommt näher – auf Großvatis Spuren -
    möchtest du gerne durch Afrika touren!

    Deine Großmutti

  • #25

    Fromut (Sonntag, 13 März 2016 17:17)

    Für Sebastian von der Großmutti:

    „Ich habe noch Zeit und habe noch Geld
    und such' mir immer ein neues Ziel in der Welt.“

    „Nach Mexiko möchte ich wirklich gerne -
    aber mein Wunsch verschwindet schnell in der Ferne.“

    Und mit ihm das ganze Amerika -
    doch wie wäre es jetzt mit Afrika?

    Wer kennt schon die westliche Küste genau
    mit Togo und Ghana und Guinea-Bissau?

    Aber hüte dich und sei flink und gescheit,
    denn hier ist vielleicht Gefahr nicht weit.

    Viele Schutzengel brauchst du bei dieser Plag',
    sie mögen dich behüten Tag für Tag!

    Und denk auch an Rebecca und Miriam
    unterwegs in Marokko mit Bus und mit Bahn,
    und an die sorgenden (Groß-) Eltern zu Haus -

    und nun ist meine Geschichte aus!

  • #26

    Atsu (Montag, 14 März 2016 14:10)

    greeting ,
    i m Atsu YADOR on couchsurfing you can contact me if you arrive in Togo on 99828069 for more tips for Ghana.

  • #27

    Fromut (Mittwoch, 30 März 2016 20:36)

    Freunde, habt ihr es vernommen,
    ich habe einen Brief bekommen!
    Einen Brief vom Enkelsohn,
    drum folgt ein neues Gedicht als Lohn!

    „Nun radeltst du also durch Afrika
    wo auch dein Großvater so gerne war.
    Er liebte die jungen Kirchen und Gemeinden
    und wenn die fremden Menschen wurden zu Freunden.

    Bleib tapfer und fahr Richtung Norden, es wird Zeit,
    mein Gästezimmer steht für dich bereit!“

    Großmutti

  • #28

    fromut (Mittwoch, 20 April 2016 10:43)

    Für Sebastian

    Mein Telefon klingelt mal wieder so schön:
    „Willst du das Neu'ste vom Basti ansehn?“
    Freund Christian hat schon die Leinwand gestellt,
    wir reisen gemeinsam in deine weite Welt!

    Der Westen von Afrika ist heute das Ziel,
    aber dort ist das Radeln kein Kinderspiel.
    Mal sind die Grenzen geschlossen, mal offen,
    doch du hast genug Zeit, immer neu zu hoffen.

    Und es gibt viele Berge, du siehst sie mit Grausen,
    du magst nicht das Schieben, nur das Hinuntersausen.
    Das ist dann der Lohn für deinen Schweiß -
    „ach wäre es hier bloß nicht so fürchterlich heiß!“

    Fahr schneller nach Norden, bei uns ist es kühl,
    bring uns deine Wärme, wir frieren noch viel!
    Dann braten wir gemeinsam die Schnitzel ganz frisch -
    fahr schneller nach Norden -
    ich deck' schon den Tisch!

  • #29

    fromut (Samstag, 07 Mai 2016 11:47)

    Lieber Sebastian,

    nun hat dich doch noch die Hitze erwischt
    und dir den Magen verdorben,
    doch du hast dich wieder beim Radeln erfrischt
    und bist – zum Glück – nicht gestorben.

    In Mauretanien gibt’s Grenzkontrollen
    weil die Soldaten etwas Besonderes wollen:
    nämlich dein „money“ für jeden Piep,
    das ist dir wirklich gar nicht lieb.

    Du handelst schlau und verteidigst dein Geld,
    inzwischen gestählt von der weiten Welt.

    Und dann heißt es „Afrika ade“,
    „aber das Scheiden tut mir nicht weh.
    Ich reise weiter mit einem Schiff
    und habe den Zeitplan fest im Griff!

    In Frankreich besuche ich „Familie Margretchen“
    und amüsiere mich mit den lieben Mädchen.
    Die letzte Strecke geht auch noch vorbei,
    ich freue mich schon auf die Lande EI- EI- .“

    Und auf allen deinen weiteren Wegen
    wünschen wir dir Gottes Behütung und Segen!

    Deine Großmutti

  • #30

    RANJEEV SINGHAL (Sonntag, 05 März 2017 19:17)

    Hi Bastion
    Hope you remember me.
    We took dinner together at Leh, India.
    How are you ?
    Where r u these days ?
    Take Care.
    Wish you all the best.